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Ratgeber

Wie pflege und reinige ich meinen Schmuck richtig?

Was ist bei der Reinigung beziehungsweise der Pflege von Schmuck zu beachten? Und wie sieht es mit der Versicherung aus: Kann ich meinen Schmuck auch versichern?
Monika Neidhart*
Monika Neidhart.

Monika Neidhart.

Wie Kleider oder Schuhe brauchen auch Halsketten, Ohrstecker oder Fingerringe Pflege. Mit der Zeit lagern sich Schweiss, Körpercreme oder Parfum darauf ab, der Glanz geht verloren. Dazu kommen vor allem bei Silberschmuck Verfärbungen durch chemische Reaktionen.

Mit kleinem Aufwand kann man Schmuck zu Hause reinigen. Dabei muss auf das empfindlichste Teil Rücksicht genommen werden. Besteht die Kette zum Beispiel aus einer Schnur, darf kein Wasser verwendet werden. Sind Steine nur geklebt, ist ein Reinigungsbad allenfalls zu aggressiv für den Leim. Im Zweifelsfall im Fachgeschäft nachfragen. Dieses bietet auch professionelle Reinigungen an.

Als Grundreinigung reichen bei wasserfestem Schmuck lauwarmes Wasser und ein mildes Geschirrspülmittel. Eventuell mit einer sehr feinen Zahnbürste nachhelfen (prüfen, dass dieser mechanische Eingriff keine Kratzspuren hinterlässt). Aufgefädelte Perlen, geleimte Schmuckteile und nicht wasserfeste Materialien mit einem feinen Papiertuch abreiben oder abtupfen.

—  Pflege von Silberschmuck: Geeignet sind Poliertücher für Silber. Sie entfernen die Oxidationsschicht. Die schwarzen Spuren auf den Tüchern dürfen anschliessend nicht ausgewaschen werden, damit der Wirkstoff nicht verlorengeht. Möglich ist auch ein Silbertauchbad, das man viele Male verwenden kann. Ökologischer und billiger: Wasser in eine Pfanne geben, den Boden mit einer Alufolie belegen und Salz darüberstreuen. Bis unter den Siedepunkt erhitzen, Schmuck darin baden. Anschliessend trocknen.

—  Goldschmuck: Ist im Schmuckstück beispielsweise 18 Karat eingraviert, heisst das, dass es zu 750 Teilen aus Gold und zu 250 Teilen aus Silber und Kupfer besteht. Entsprechend kann man Gold auch mit einem Poliertuch für Silber reinigen (24 Karat Gold = 99,99% Gold).

Suchen Sie Rat?

Schreiben Sie an: Ratgeber «Luzerner Zeitung»
Maihofstrasse 76, 6002 Luzern
E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch
Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer an.

—  Perlen: Verlieren Perlen den Glanz, sind sie in der Fachsprache tot. Sie können – im Gegensatz zu Gold und Silber – auch von Fachleuten nicht aufpoliert werden. Entsprechend muss man sie sorgfältig behandeln: Perlen erst nach der Körperpflege anziehen, damit sie nicht unnötig mit Haarlack, Parfum und anderen Chemikalien in Kontakt kommen – auch nicht mit Wasser, wenn sie aufgezogen sind. Bei Bedarf können sie vorsichtig mit einem weichen Papiertuch abgetupft werden (reiben kann den Perlglanz zu stark strapazieren).

Damit Schmuck länger schön bleibt, sollten über Nacht Perlen und Saiten, auf denen Steine und Schmuck aufgereiht sind und die knicken könnten, abgelegt werden. Beim Duschen/im Bad sollte auf Faden aufgezogener Schmuck nicht getragen werden. Gold-, Silber-, Platin- und Edel- stahlschmuck macht eine Dusche nichts aus, doch oxidiert Silber in einem Schwefelbad. Damit keine feinen Kratzer entstehen, sollte Schmuck einzeln, Perlen am besten in einem weichen Tuch oder separat in einer Schatulle aufbewahrt werden.

Bei Diebstahl gedeckt

Bei Diebstahl oder Einbruch ist die Deckung für Schmuck in der normalen Hausratversicherung eingeschlossen. Je nach Versicherung ist sie auf 20 000 Franken begrenzt. Bei «einfachem Diebstahl auswärts» haben die meisten Versicherten eine Deckungslimite von 2000 Franken in der Police. Für wertvollen Schmuck (ab zirka 5000 Fr.) und andere Wertgegenstände kann auch eine Wertsachenversicherung abgeschlossen werden.

*Monika Neidhard, Goldau
Hauswirtschaftslehrerin und Fachjournalistin MAZ/FH

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