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Ratgeber

Wie sieht die korrekte Katzenfütterung aus?

Wir füttern unsere Katze stets mit Büchsenfutter – unsere Nachbarin tut dies fast ausschliesslich mit Essensresten, Fleisch, Teigwaren, Reis und sogar Gemüse. Als Vegetarierin würde ich meiner Katze gerne auch etwas weniger Fleisch verfüttern, aber ich dachte immer, eine Katze braucht zwingend Fleisch. Stimmt das?
Susi Paul*

Wie Sie richtig vermuten, gehören Katzen zu den Carnivoren, sprich Fleischfressern. Während Hunde einen Teil des Fleisches auch durch Kohlenhydrate ersetzen können, ist die Katze ein reiner Fleischfresser. Ihre Beute, etwa eine Maus, ist mit allem ausgestattet, was die Katze zum Leben braucht: Muskelfleisch, Innereien, Haut, Haare, Knochen. Damit deckt die Katze ihren Energiehaushalt und bekommt genügend Mineralstoffe und Vitamine.

Neubildung von Zucker

Anders als bei Hunden geschieht die Neubildung von verwertbarem Zucker (Gluconeogenese) im Körper der Katze aus Proteinen. Das Protein liefert aber auch Stoffe, die der Katzenorganismus nicht selber herstellen kann, etwa Vitamin A, Taurin und lebensnot­wendige Aminosäuren.

Dass körpereigener Zucker aus Protein aufgebaut wird, hat noch andere Folgen. Müssen Katzen fasten, zum Beispiel weil sie krank sind, wird zuerst die Proteinreserve angezehrt, das heisst, es wird die eigene Muskulatur abgebaut. Dies kann man bei einer Katze, die nicht genügend frisst, beobachten, denn sie wird sehr schnell die Muskulatur an den Hinterbeinen abbauen. Wer hat sie nicht schon gesehen, die mageren Katzen auf langen dünnen Beinen? Auch tierische Fette gehören zu einer gesunden Katzenernährung, da sonst verschiedene Stoffe vom Körper nicht auf­genommen werden können.

Schädliches Salz

Mit Teigwaren, Essensresten, gekochtem Fleisch usw. wird die Katze früher oder später krank bzw. Mangelerscheinungen aufweisen. Nicht zuletzt ist unser Essen für eine Katze zu stark gesalzen. Das schädigt ihre Niere. Wenn Katzen, etwa auf einem Bauernhof, früh lernen, in Milch eingelegtes Brot zu fressen, werden sie dies auch später tun. Aber gesund ist das nicht. Die Vorfahren unserer Hauskatze waren Wüstentiere und haben daher hervorragende Nieren. Sie können den flüssigen Anteil ihrer Beutetiere optimal ausnutzen. Gesunde Katzen trinken daher nicht viel, ausser wenn sie mit Trocken­futter gefüttert werden – da hier dem Fleisch das Wasser ent­zogen wurde, muss dieses durch Flüssigkeit ersetzt werden.

Katzen sind ausschliesslich Fleischfresser und müssen daher mit Fleisch ernährt werden. Sie fressen ihre Beute in freier Wildbahn frisch. Katzen machen täglich 100 bis 200 Versuche, eine Maus zu fangen und haben in 10 bis 20 Prozent der Fälle Erfolg. Eine Katze braucht, wenn sie auf sich allein gestellt ist, zirka 10 bis 20 Mäuse pro Tag.

Erleichterte Fütterung

Wenn Sie für Ihre Katze Gutes tun wollen, geben Sie ihr Trockenfutter oder Katzenbüchsenfleisch. Hundebüchsenfleisch enthält zu wenig Proteine. In Katzenbüchsen- oder -trockenfutter wird Fleisch haltbar gemacht. Das erleichtert die Fütterung, und es ist optimal für die Katzen, weil dem Fleisch neben Eiweiss auch Vitamine und Mineralstoffe beigegeben werden. Frischfleisch vom Metzger (reines Muskelfleisch) enthält auf die Dauer zu wenig Vitamine und Mineralstoffe. Wenn schon müsste man dann der Katze allerlei Innereien verfüttern, wogegen viele Leute eine Abneigung haben.

*Dr. med. vet. Susi Paul, Meggen, ist Fachtierärztin für Verhaltensmedizin STVV

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