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Ratgeber

Wie werden wir die lästigen Silberfischchen wieder los?

Seit einiger Zeit haben wir in unserer Wohnung im vierten Stock mit Silberfischchen zu kämpfen. Mit natürlichen Methoden wie dem Auslegen von Honig auf Plastik konnten wir ihnen nicht den Garaus machen. Jede Nacht sammeln wir rund zehn Silberfischchen ein, in Bad und Schrank. Was tun gegen diese Plage?
Monika Neidhart*

Auch wenn Silberfischli unangenehm sind, gibt es keinen Grund zur Panik. Es ist mehr der Ekelfaktor, der stört. Gesundheitsschädlich sind die silbrig schimmernden Insekten im Normalfall nämlich nicht. Die äusserst wendigen und schnellen Sechsbeiner sind rund einen Zentimeter lang, lichtscheu und nachtaktiv. Sie lieben feuchtwarme Räume wie Küchen oder Badezimmer.

Monika Neidhart.

Monika Neidhart.

Insbesondere in Ecken, hinter losen Tapeten, in dunklen Winkeln, unter Schränken und in Räumen mit einer Luftfeuchtigkeit zwischen 80 und 90 Prozent halten sich Silberfische gerne auf. Sie gelangen durch kleinste Spalten (etwa im Mauerwerk) oder auch durch kleine Ritzen, durch Fenster und Türen in die Wohnung.

Besonders leicht haben sie es bei Altbauten. Rohr- und Wasserleitungen, in denen es dunkel, feucht und warm ist, sind willkommene Aufenthaltsorte. Sie können zwischen zwei und sieben Jahre alt werden. Sie ernähren sich hauptsächlich von stärkehaltigen Dingen wie Zucker, Mehl oder Brot. Sie fressen jedoch auch Staub, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Hautschuppen, Haare, Papier sowie Stoff- und Kunstfasern. Und: Sie können bis zu einem Jahr ohne Nahrung überleben.

Zitronensaft oder Essig

Bei Befall empfiehlt es sich, die Räume gut zu lüften, zwei bis drei Mal pro Tag. Bei Badezimmern oder WCs ohne Fenster sind die Türen besser offen zu halten. Fugen und Ritzen gründlich mit dem Staubsauger reinigen. Undichte Stellen abdichten. In Räumen mit Silberfischli Schälchen mit Zitronensaft, Essig oder Lavendel aufstellen. Diese Gerüche mögen sie gar nicht. Mit Zuckerwasser oder mit Backpulver-Zuckergemisch anlocken und am nächsten Tag beseitigen.

Helfen die Hausmittel nicht, Produkte aus Drogerie oder Apotheke einsetzen, die für kriechende Insekten geeignet sind. Köder für Ungeziefer sind Dosen, die bei betroffenen Stellen aufgestellt werden. Sie enthalten sowohl Nahrung als auch Gift für die Insekten. Wählt man einen Spray, dann idealerweise mit einer Kanüle, um gezielt in die Ritzen spritzen zu können. Die Anleitung auf der Verpackung befolgen. Beim Einsatz von Spray möglichst wenig einatmen. Kinder und Haustiere dürfen nicht in Kontakt mit der Sprayflüssigkeit kommen.

Vorbeugende Massnahmen sind: Räume regelmässig lüften und die Zimmertemperatur regulieren. Räume trocken halten. Wäsche nicht in Räumen trocknen, die schlecht zu lüften sind. Badetücher nicht in geschlossenen, fensterlosen Räumen trocknen. Lebensmittel nicht offen stehen lassen. Im Badezimmer Haare entfernen und Böden wischen. Wird nass aufgenommen, den Boden restlos trocknen. Abflüsse, die wenig gebraucht werden, ab und zu mit heissem Wasser spülen. Etwaigen Schimmel in der Wohnung behandeln.

* Monika Neidhart, Goldau, ist Hauswirtschaftslehrerin und Fachjournalistin MAZ/FH www.textwerke.ch.

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