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Wie wird aus dem Rasen eine bunte Blumenwiese?

Da ich gehört habe, wie wichtig die Pflanzenvielfalt für das ganze Ökosystem ist, aber auch weil die vielen Wildblumen eine Freude fürs Auge sind, möchte ich aus unserem eintönigen Rasen ums Haus eine bunte Blumenwiese machen. Das sei aber gar nicht so einfach, wie man meint. Wie muss ich also vorgehen?
Meggen hat viele Blumenwiesen. Nun sollen Ökoflächen vernetzt und aufgewertet werden. (Bild pd)

Meggen hat viele Blumenwiesen. Nun sollen Ökoflächen vernetzt und aufgewertet werden. (Bild pd)

Entscheidend für den Erfolg ist, das richtige Saatgut auszuwählen. Dabei müssen unbedingt die Wachstumsbedingungen an der vorgesehenen Stelle beachtet werden. Ist es dort sonnig oder schattig, trocken oder feucht, ist der Boden nährstoffreich oder mager? Eine Blumenmischung, die sich dauerhaft etablieren soll, muss zum vorhandenen Standort passen.

Auf der Suche nach der angepassten Saatgutmischung lässt man sich am besten im Fachhandel beraten. Qualitativ hochwertiges Saatgut ist zwar etwas teurer, doch garantiert es längere Freude, denn die enthaltenen Pflanzen sind in der Schweiz auch wild heimisch und somit für unsere Bedingungen am besten geeignet.

Bodenvorbereitung

Für eine Neuanlage ist noch bis Mitte Juni Zeit. Lockern Sie den Boden – bei grösseren Flächen macht man das am besten mit der Fräse, bei kleineren geht es auch ganz gut mit der Hacke –, danach die Fläche rechen und planieren. Bei dieser Gelegenheit werden auch gleich Steine und Wurzeln aus der Fläche gezogen beziehungsweise entfernt und grosse Erdkrümel zerkleinert. Nun wird vier Wochen gewartet, bis sich der Boden gesetzt hat und allfällige Luftlöcher sich geschlossen haben.

Kleinere Aufwertungen

Auch kleinere Wiesenaufwertungen können noch bis Mitte Juni erfolgen. Das Vorgehen ist das gleiche: Offene Bodenstellen werden gelockert, gejätet, von Wurzeln befreit und gerecht. Vor dem Einsäen ist auch noch ein kräftiges Vertikutieren (Anritzen der Grasnarbe, wodurch Rasenfilz aus abgestorbenen Pflanzenteilen und Überresten von Schnittgut und Moos entfernt und die Belüftung des Bodens gefördert werden) mit dem Vertikutiergerät im Handbetrieb, mit Motor- oder Elektroantrieb möglich.

Eine Alternative zum Tüten-Saatgut sind vorab zusammengestellte Wiesen-«Ziegel» mit heimischen Wildblumen, die sich nach und nach versamen. Wer es besonders eilig hat und die Fläche nur eine Saison lang als Blumenwiese nutzen möchte, kann sich für eine Blühmischung aus einjährigen Pflanzen entscheiden.

Aussaat

Beim Aussähen ist wichtig, sich exakt nach den empfohlenen Mengen des Saatgut-Herstellers zu richten. Nachdem nochmals planiert wurde, wird das Saatgut oberflächlich ausgestreut – einmal in der Längsrichtung und einmal in der Querrichtung – und gewalzt beziehungsweise mit der Schaufelrückseite angedrückt. Ein Bewässern ist nicht nötig.

Jetzt ist Geduld gefragt! Bis alle Pflanzen gekeimt haben, kann es bis zu drei Monate dauern. Etwa acht Wochen nach der Aussaat erfolgt der erste, vorsichtige Säuberungsschnitt auf zirka 8 Zentimeter Schnitthöhe. Das Schnittgut wird eingesammelt und kompostiert. Jetzt sollten sich mehr und mehr der «wilden» Sorten zeigen und bald den ersten Blütenflor ansetzen – im besten Fall bis weit in den Spätherbst hinein.

Othmar Ziswiler

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