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Ratgeber

Wie zeige ich mich für die Einladung erkenntlich?

Ich bin hin und wieder von Freunden in einem Restaurant zum Essen eingeladen. Auf welche Weise kann ich meinen Dank ausdrücken, wenn es sich nicht um einen speziellen Anlass wie beispielsweise eine Geburtstagsfeier handelt? Wäre es etwa eine Möglichkeit, den Apéro zu übernehmen?
Doris Pfyl*
Knigge-Trainerin Doris Pfyl.

Knigge-Trainerin Doris Pfyl.

Meine Empfehlung ist schnell formuliert: Wer eingeladen ist, bringt ein Geschenk mit – unabhängig davon, ob die Essenseinladung im Restaurant stattfindet oder ob jemand in der eigenen Küche den Kochlöffel schwingt. Es geziemt sich auf keinen Fall, mit leeren Händen zu erscheinen – es sei denn, es ist ausdrücklich vereinbart, dass keine Geschenke gemacht werden.

Besser nicht mitbezahlen

Sie schreiben, dass Sie Ihren Dank ausdrücken möchten, aber etwas ratlos sind, wie das geschehen könnte. Ein offensichtlicher Grund beziehungsweise Anlass zur Einladung – wie etwa die Einladung zu einer Geburtstagsfeier, einer Jubiläumsfeier … – besteht ja offenbar jeweils nicht. Trotzdem rate ich von der Variante, den Apéro oder einen Teil der Rechnung zu übernehmen, eher ab. Sie wurden eingeladen, und somit rechnen die Gastgebenden nicht damit, dass Sie Ihren Geldbeutel zücken. Ausserdem könnten Diskussionen oder Unsicherheiten entstehen, auch beim Servicefachpersonal.

Aber Schenken ist tatsächlich keine einfache Sache. Das passende Präsent zu finden, gestaltet sich bisweilen schwierig, oft sogar aufwendig. Es macht sicher Sinn, sich zu überlegen, woran man selber Freude oder Spass hätte. Sie werden von Freunden eingeladen. Somit kann wohl davon ausgegangen werden, dass Sie sie gut kennen und von ihren Vorlieben wissen. Natürlich ist ein Blumenstrauss für die Gastgeberin nie falsch – wirklich originell ist dieses Präsent allerdings nicht. Überlegen Sie, was Ihnen beim letzten Zusammensitzen betreffend Hobbys und Freizeitbeschäftigungen erzählt wurde. Vielleicht war Gartenarbeit ein Thema? Diesen Sommer konnte wirklich jeder Gartenbesitzer/Topfpflanzenbesitzer eine Giesskanne brauchen. Oder die Gastgebenden erzählten von ihren Kindern. Geschenke für den Nachwuchs kommen immer gut an, auch wenn es «nur» ein Überraschungsei ist. Das ist eine nette Geste, die viel Emotionen auslöst.

Die Schriftstellerin Thyde Monnier hat es einmal so ausgedrückt: «Ein Gastgeschenk ist genau so viel wert wie die Liebe, mit der es ausgesucht worden ist.» So denke ich auch. Es geht nicht darum, wie teuer das Geschenk war, sondern wie viel Empathie, Individualität und Lebenszeit darin steckt. Eine Pflichtübung sollte das Besorgen eines Präsentes nicht sein, sondern das echte Bedürfnis eines wertschätzenden und geniessenden Gastes.

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Schreiben Sie an: Ratgeber, «Luzerner Zeitung», Maihofstrasse 76, 6002 Luzern E-Mail: ratgeber@luzernerzeitung.ch. Bitte geben Sie bei Ihrer Anfrage Ihre Abopass-Nummer an.

Schenken macht Freude

Allerdings gestehe ich, dass auch in meinen Geschenken nicht immer gleich viel Lebenszeit steckt. Mir fallen die wirklich guten Geschenkideen oft erst in der letzten Minute ein. Nicht selten spute ich dann diverse Geschäfte ab, bis ich genau das meinen Vorstellungen entsprechende Objekt aufgestöbert habe. Aber ich finde, der Aufwand lohnt sich. Ein Präsent überreichen zu können, von dem man überzeugt ist, macht nicht nur den Beschenkten glücklich, sondern auch einen selber.

*Doris Pfyl ist Knigge-Trainerin, Farb- und Modestilberaterin und Ausbildnerin des Schweizer Fachverbands FSFM, www.imagemodestil.ch

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