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Ratgeber

Woher kommen die Löcher in den Kleidern?

Ich ärgere mich immer wieder über kleine Löcher in T-Shirts und Kleidern, oft auf Gürtelschnallenhöhe, aber auch sonst wo. Woher kommen sie? Wie kann ich das vermeiden?
Monika Neidhart*

Die kleinen Löcher entstehen vor allem in Maschenware, also in (maschinell) «gestrickten» Stoffen. Die Ursachen dieser Beschädigung können sehr vielfältig sein. Meist entstehen diese Löchlein durch eine Vorschädigung der Faser an der betreffenden Stelle. Beim Waschen wirken dann höhere Kräfte auf das Textil ein. Dies kann zum vollständigen Abreissen der vorgeschädigten Faser führen. Das Loch wird sichtbar.

Besonders gefährdet sind sehr feine Stoffe. Wie es zur Vorschädigung kommen kann, hat verschiedene Gründe. Motten tragen wohl eher keine Schuld, sie bevorzugen hochwertige Wolle und Seide und ernähren sich nicht von Baumwolle.

Ist man sich der Gefahr bewusst, kann man die Schäden etwas eindämmen. Sind die Löcher erst einmal entstanden, ist es absolut wichtig, kleine Löcher bei Maschenware möglichst unauffällig zu stopfen. So können Laufmaschen (wie man sie etwa von Nylonstrümpfen her kennt) vermieden werden.

Ursachen beim Tragen

Häufigste Ursachen von Löchern in Textilien ist die Reibung an scharfkantigen Gegenständen wie Gürtelschnallen, Reissverschlüssen und Metallknöpfen, die das Garn auf die Dauer beschädigt. Gefährlich sind Reissverschlüsse, die nicht vollkommen hinter der verdeckenden Stoffleiste verschwinden. Klappt der Schlittengriff nach oben, kann der Stoff besonders am kleinen Widerhaken hängen bleiben. Das Garn reisst.

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Vorschädigungen können auch durch raue Träger von Taschen und Rucksäcken entstehen, wenn man Flaschendeckel mit dem T-Shirt öffnet oder sich an rauen Flächen anlehnt. Auch das Sich-Kratzen an der immer gleichen Stelle kann zu einer Schädigung führen. Ist das Kleidungsstück eigentlich zu klein, wird der Stoff beim Tragen überstrapaziert – das Garn kann mit der Zeit an Schwachstellen reissen. Kleine Reisslöcher unterhalb eines Elasts oder Gummizuges, wie etwa bei Unterhosen, entstehen durch zu starkes Ziehen: Die Naht wird überbelastet und reisst.

Vorschädigungen können auch bereits bei der Herstellung des Stoffs oder der Verarbeitung zur Textilie entstehen, etwa beim Einsetzen eines neuen Garnes oder durch Säuretropfen.

Waschen und tumblern

Werden feine Materialien mit Kleidern gewaschen und getrocknet, die Reissverschlüsse, Nieten, Verschlüsse (BHs) oder andere harte Teile enthalten, können sich daran Stoffe verfangen. Die Gefahr der Beschädigung durch Reibung ist zusätzlich erhöht, wenn die Waschmaschine zu voll gepackt wird.

Damit beim Waschen keine Löcher entstehen, Reissverschlüsse schliessen und Kleidungsstück (Hosen) auf die linke Seite wenden. Empfindliche Stoffe nicht zusammen mit harten Materialien waschen. Geschlossene BHs und andere spitze Teile in einem Wäschebeutel oder Kissenbezug waschen (Reissverschluss am Wäschebeutel sollte verdeckt eingenäht sein, damit er nicht selber zur Ursache wird). Selten kann eine Beschädigung der Waschmaschine/der Trommel des Tumblers Löcher bewirken. Dies durch Fremdkörper wie Büroklammern, Nägel …, die versehentlich mitgewaschen wurden. Reiben Sie die Innenseiten der Trommel mit einem alten Nylonstrumpf ab. Bleibt der Strumpf hängen, ist ein Defekt vorhanden, den nur der Servicetechniker beheben kann.

*Monika Neidhart, Goldau Hauswirtschaftslehrerin und Fachjournalistin MAZ/FH

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