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REISEN: Herbst zieht die Schweizer in die Ferne

Sommer gleich Reisezeit: Falsch ist dies nicht. Doch die Herbstferien werden nicht nur für die Tourismusindustrie, sondern auch für Schweizer immer wichtiger.
Noch einmal Sonne tanken, bevor der Winter kommt: Rhodos ist bei Schweizern diesen Herbst besonders beliebt. Getty (Bild: Getty)

Noch einmal Sonne tanken, bevor der Winter kommt: Rhodos ist bei Schweizern diesen Herbst besonders beliebt. Getty (Bild: Getty)

Dominik Buholzer

Martin Wittwer, Chef von TUI Schweiz, liebt Regenwetter – zumindest aus geschäftlicher Sicht. Dann ist im Callcenter des Schweizer Reiseanbieters besonders viel los. In diesem Jahr braucht es nicht einmal ausgesprochen viele Regentage, dass es in den Kassen der Reiseanbieter klingelt. Das liegt zum einen am schwachen Euro, der Auslandreisen für Schweizerinnen und Schweizer preiswerter macht, und zum anderen an der Jahreszeit. Der Herbst ist ein gutes Geschäft für die Reisebranche. Und es wird immer bedeutsamer.

Bereits Anteil von 20 Prozent

Die Herbstferien entwickeln sich zusehends zur beliebtesten Zeit für Auslandreisen von Schweizerinnen und Schweizern. Wie eine Umfrage des Onlineportals Travelnews.ch zeigt, ziehen es immer mehr Schweizer vor, im Sommer die Ferien im eigenen Land zu verbringen und dafür im Herbst ins Ausland zu gehen. Laut der Umfrage gaben drei von vier Befragten an, im Oktober die Koffer zu packen; fast 40 Prozent zieht es dabei in ein europä­isches Land.

Grosse Reiseanbieter wie TUI oder Hotelplan bestätigen dies. «Seit zwei bis drei Jahren stellen wir fest, dass Herbstferien bei Herr und Frau Schweizer immer beliebter werden. So ist zwar der Anteil des Sommerferiengeschäfts immer noch am höchsten mit rund 35 Prozent des Gesamtumsatzes, aber die Herbstferien liegen bereits bei 20 Prozent», sagt Hotelplan-Sprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir.

Griechische Inseln sehr beliebt

TUI sah sich aufgrund der regen Nachfrage gezwungen, die Flugkapazitäten für die Herbstferien zu erweitern.

Generell dürfte der Oktober 2015 ein guter Monat für die Reiseanbieter werden. Laut dem Schweizer Reiseverband, der Dachorganisation der Reisebüros, bewegen sich die Buchungsstände zwischen Vorjahresniveau und einem Plus von 8 Prozent.

Besonders gefragt sind in diesem Herbst bei Schweizern die griechischen Inseln Kreta und Rhodos. Die Flüchtlingskrise spielt beim Reiseverhalten von Herrn und Frau Schweizer keine Rolle, wie sowohl Hotelplan wie auch TUI erklären. «Viele Kunden haben sich bei uns über die Lage erkundigt. Doch niemand hat seine Griechenland-Ferien wegen der Situation nicht angetreten», erklärt TUI-Sprecher Roland Schmid.

TUI vermeldet auch für Kroatien, Italien und Ägypten eine erfreuliche Nachfrage. Bei Hotelplan sind die spanischen Inseln, Zypern sowie Schiffsreisen hoch im Kurs.

Noch genügend Plätze

Der Drang, im Oktober nochmals Sonne zu tanken, ist bei Schweizern gross. Wer noch nicht gebucht hat, für den ist der Zug noch nicht abgefahren. «Es hat grundsätzlich noch für alle Destinationen freie Plätze», sagt Walter Kunz, Geschäftsführer des Schweizer Reiseverbandes. Allerdings müsse man sich vielleicht ein wenig flexibel zeigen, sprich: Statt am Wochenende kann die Hinreise möglicherweise erst am Montag erfolgen.

Für Schweizer Ferienreisende bleiben die Aussichten übrigens rosig. Denn es zeichnet sich nicht ab, dass Reisen künftig teurer wird. Im Gegenteil: «Die Nachfrage wird weiterhin über Preisnachlässe generiert», kommt Christian Laesser von der Universität St. Gallen in einer aktuellen Untersuchung zum Schluss.

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