Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Retro-Fan vermietet putzige «Dübener Eier»

Vor bald zehn Jahren kündigte Gerold Huber seinen Job als Journalist und stöberte in den entlegensten Winkeln Europas nostalgische Wohnwagen auf.
Peter Hummel

Unter dem Namen «Retro Rolling Rosita», der auf seine Tochter zurückgeht, vermietet Gerold Huber inzwischen neun Gespanne. Als Zugfahrzeuge dienen vier Elektro-Smarts (alle mit Namen, natürlich mit einem «E» beginnend: Elsie, Emma, Erika, Eva), drei Diesel- und Benzin-Smarts, ein Fiat ­Cinquecento und ein PT Cruiser. Das Rückgrat der nostalgischen Wohnwagenflotte aus den Sechziger- bis Achtzigerjahren bilden die fünf putzigen «Dübener Eier»: Diese Leichtbau­wohnwagen aus harzgetränkter Pappe eröffneten in der DDR den Wohnwagen-Tourismus als bezahlbare Version von Eigenheim und Ferienreise und genossen ab den Sechzigerjahren Kultstatus.

Gerold Huber träumt von einem Nostalgie-Wohnwagen-Hotel. (Bild: Peter Hummel)

Gerold Huber träumt von einem Nostalgie-Wohnwagen-Hotel. (Bild: Peter Hummel)


Noch etwas kleiner, dafür schon aus «kochfest verleimten Furnierplatten» gefertigt, sind die drei Weferlinger Heimstolz LC9. Als drittes Ostmodell steht ein Nagetusch bereit, der «Luxusliner» der DDR. Geradezu modern mutet der holländische Biod mit seiner gerundeten Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff an. Wer mehr auf Italianità steht, der wird sich am Modell Graziella mit seinem prächtigen Holzinterieur erfreuen.

Ausdruck eines Lebensstils

«Señor Rosita» wurde zum berufenen Nostalgiker. Die Wohnwagen sind für ihn Ausdruck eines Lebensstils: Alles soll so stimmig sein wie möglich. Ein alter Zirkuswagen dient auf dem Wagenhof als «Zeughaus», wo man sich mit stilechten Campingutensilien bedienen kann.
Natürlich ist Gerold Huber mit seinem Retro-Fimmel auch ein unverbesserlicher Idealist; mit Rolling Rosita kommt er kommerziell noch auf keinen grünen Zweig. Am Preis kann es nicht liegen: Ein Wochenende mit zwei Übernachtungen kostet ganze 444 Franken. Falls dieses Geschäftsmodell nicht zum Fliegen kommt, hat Huber noch einen andern Plan im Hinterkopf: Er träumt bereits von der Errichtung eines Nostalgie-Wohnwagen-Hotels.

Auskunft und Buchungen: www.rosita.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.