Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Rückblick Leben: Ein beispielloser Sommer

Extrem heiss und trocken war er, der Sommer 2018. Doch mit den hohen Temperaturen ­ gingen auch zahlreiche Unwetter einher. Vielerorts wüteten Waldbrände.
Regina Grüter
Symbolisch für den Hitzesommer 2018: der ausgetrocknete Lac des Brenets an der Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich. (Bild: Anthony Anex/Keystone (26. Oktober 2018))

Symbolisch für den Hitzesommer 2018: der ausgetrocknete Lac des Brenets an der Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich. (Bild: Anthony Anex/Keystone (26. Oktober 2018))

Manch einer sehnt sich gerade jetzt, bei kalten Temperaturen und dunklen Abenden, den Sommer zurück. Und dieser Sommer 2018 hatte es tatsächlich in sich: Schweizweit, europaweit, weltweit herrschten extreme Temperaturen genauso wie extreme Trockenheit. Darüber hinaus war der Sommer gerade in der Schweiz geprägt von Stürmen, Gewittern und starken Niederschlägen.

Es war der heisseste Sommer seit Messbeginn im Jahr 1864 und im langjährigen Vergleich bis zu 2,5 Grad zu warm, sagen die Meteorologen. Übers ganze Jahr gesehen sei es noch deut­- lich wärmer gewesen als in den bisher wärmsten Jahren 2011, 2014 und 2015. Insbesondere in der Nordostschweiz hat die Landwirtschaft stark unter der anhaltenden Trockenheit gelitten: Es herrschte Wasserknappheit, um Äcker und Wiesen zu bewässern, früh verfärbten sich die Blätter, und die Früchte verdorrten am Baum. Trockene Felder und tiefe Pegelstände bei stehenden und fliessenden Gewässern also, dazu Waldbrandgefahr: In fast der gesamten Deutschschweiz wurde ein Feuerverbot für Wälder und Waldränder ausgesprochen – vielerorts durften am 1. August keine Raketen in den Himmel geschossen werden.

Viele Hitzetage ­ auch im Herbst

Mehrfach machten Unwetter Schlagzeilen. Besonders eindrücklich waren die Bilder aus Lausanne: Im Juni standen nach einem besonders heftigen Gewitter Strassen und der Bahnhof unter ­Wasser. Aber auch die Schlammlawine, die, ausgelöst durch einen Hagelsturm, im Bergdorf Grugny in der Walliser ­Gemeinde Chamoson herunterkam.

Besonders am Jahr 2018 war aus meteorologischer Sicht auch der aussergewöhnlich warme, ja heisse Herbst, der dem Tessin einen neuen Rekord einbrachte: Am 24. Oktober wurden in Locarno 30,5 Grad gemessen. Hitzetage gab es noch viele im September, fünf waren es beispielsweise in Sitten im Wallis. Steigende Temperaturen werden in der Schweiz in Zukunft vermehrt für Unwetter und extrem starke Regenfälle sorgen.

In Japan ist Hitzewelle ­«Naturkatastrophe»

Aber nicht nur in der Schweiz, auch im Norden und im Süden Europas war es überdurchschnittlich heiss und trocken. Schweden wurde vom Norden bis in den Süden von Waldbränden heimgesucht, und nachdem sich die Lage allmählich entspannte, bahnte sich eine neue Hitzewelle an: Die Norweger erlebten den trockensten Sommer seit 1947. In Griechenland wüteten die schlimmsten Wald­brände seit zehn Jahren. Sie forderten Dutzende Tote. In Japan, wo sich extreme Temperaturen und extreme Regenfälle abwechselten, wurde die Hitzewelle mit Werten über 40 Grad in mehreren Städten gar zur «Naturkatastrophe» erklärt. Zehntausende mussten ins Spital eingeliefert werden, die Zahl der Hitzeopfer stieg auf über hundert. Ein weiterer trauriger Rekord stammt aus den USA: Erst gerade, Anfang November, fielen mindestens 88 Menschen den verheerenden Waldbränden in Nordkalifornien zum Opfer. Es war der Brand mit den meisten Toten im Westküstenstaat seit Beginn der Aufzeichnungen. Drei Wochen nach dessen Ausbruch folgten Sturzregen und Überschwemmungen.

Der Hitzesommer 2018, sagen die Meteorologen, kündige an, wie sich die Sommer der Zukunft aufgrund der Klimaveränderung gestalten würden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.