Schlau und sauber

Der praktische und elegant gezeichnete Kia Sportage hat in seiner zweiten Generation einen Mild-Hybrid-Baustein an Bord.

Bruno Knellwolf
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Doppelrohr im hübschen Heck mit automatischer Türe.
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Der Kia Sportage ist ein praktischer Fünfplätzer, in dieser Version mit Allrad-Antrieb und Mild-Hybrid. (Bild: Bilder: Hanspeter Schiess)
Modernes Cockpit im neuen Kia Sportage.

Doppelrohr im hübschen Heck mit automatischer Türe.

Dieses Auto hat diese Grösse, die viele mögen. Kein Wunder deshalb, sind diese kompakten SUV prominent auf den Verkaufs­listen. Den Kopf doch etwas ­höher als in einer Limousine, mit Aussenmassen, die in keiner Parkgarage Probleme bieten, und der Möglichkeit leichtens zur Grillstelle im Wald zu gelangen, ist diese Art Auto die Wahl vieler, die trotz ihrer vielfältigen Wünsche keinen grossen Geländegänger wollen.

So ein Auto ist der Kia Sportage auch in seiner zweiten Generation. Optisch macht der SUV eine sehr gute Figur, obwohl die Designer sich dabei gar nicht gross ins Zeug gelegt haben und vor allem neue Schürzen und Leuchten gezeichnet haben. Der Sportage war schon in der ersten Generation ein Erfolg, da wollten die Designer wohl kein Risiko eingehen.

Nur wenig auf der Optionsliste

Wie immer bei Kia ist die Innenausstattung sehr üppig, ohne dass die Optionsliste gross bemüht werden muss. Zwar kostet das Panoramadach 1750 Franken Aufpreis. Ansonsten gehören ein Tempomat mit Abstandsregelung, der das Auto zwischen null und 160 km/h beschleunigt und automatisch auch zum Stillstand führt, zum Grundpreis. Also ein kleiner Autopilot, der nicht nur bremst und beschleunigt, sondern sogar die Spur hält. Das Lenkrad darf man allerdings trotzdem nicht loslassen. Auch das grosse Touchscreen über dem vornehmen Armaturenbrett und die 360-Grad-Kamera, die das Parkieren sehr erleichtert, gehören wie viele andere Fahrassistenten zum Kia Sportage. Das Cockpit wirkt modern trotz der doch recht vielen Knöpfe. Die schönen zweifarbigen Sitze können geheizt und auch gekühlt werden. Ablageflächen verteilen sich praktisch im grundsoliden Fünfplätzer, der in der Topversion um die 40000 Franken kostet. (Basis: 27950 Fr.). Der Sound mit JBL-Boxen ist im Sportage auf gutem Niveau, die Navigation funktioniert bestens, Bluetooth-Anschluss gibt es auch, ebenso wie das Car-Play-System.

Vorteile dank einem E-Motor

Gearbeitet haben die Ingenieure an der Motorisierung und dabei den Diesel favorisiert. Getestet haben wir die Top-Version, den Zweiliterdiesel mit 185 PS Leistung. Diese setzt er anständig ein und in der Regel auch ruhig. Höchstens beim Antritt auf der Autobahn lässt sich der Dieselmotor hören, der im Test gut sieben Liter Treibstoff verbraucht hat. Wie sein Schwestermodell Hyundai Tucson ist der Sportage der erste SUV dieser Klasse, das mit einem 48-Volt-Startergenerator fährt. Das ist ein starker Anlasser mit Riemenantrieb.

Das macht den Kia Sportage zwar nicht zu einem Elektroauto, aber doch immerhin zu einem kleinen Mild-Hybrid-Fahrzeug. Der E-Motor hilft diesem beim Beschleunigen, er verlängert die Start-Stop-Phasen und ermöglicht eine Abschaltung des Benziners bei weniger als 30 Kilometer pro Stunde. Zudem erhöht der Hybrid-Baustein beim Bremsen die Rekuperationsleistung, die Rückgewinnung von Bremsenergie. Zehn Prozent weniger Verbrauch verspricht Kia deshalb. All das gibt es mit Allrad-Antrieb, der bestens mit einer automatischen Achtgang-Automatik gekoppelt ist.

Kia Sportage 2.0 CRDi
MHEV Style GT Line


Motor: 4-Zylinder-Turbodiesel mit 8-Gang-Automatik, Allrad, mit Mild-Hybrid
Hubraum: 1995 ccm
Leistung: 185 PS/4000 U/min
Drehmoment: 400 Nm/1750
Verbrauch: 5,8 l/100 km
Masse: 4,50 m lang, 1,86 m
breit, 1,66 m hoch, Kofferraum
439- 1428 Liter
Leergewicht: 1880 kg
CO2-Emissionen: 153 g/km
Effizienz-Kategorie: E
Preis: ab 43950 Fr. (49700 Fr.)