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Abends, wenn die Speicherstadt schaurig schön leer ist

Julia Nehmiz

Malerisch liegt die Speicherstadt im Abendlicht. Kitschrosa der Himmel, die Mondsichel ist schon auszumachen, und der Wind hält sich an diesem Frühlingsabend zurück. Hamburg bewirbt das Viertel als das «grösste einheitlich geprägte Speicherensemble der Welt». Gebaut Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts, steht die Speicherstadt seit 1991 unter Denkmalschutz, inzwischen ist sie Unesco-Weltkulturerbe. Tagsüber flanieren Touristen über die vielen Brücken, die hohen Häuser, die langen Fluchten am Wasser sind gute Foto­sujets.

Doch am Abend schlendert man allein durch die dunkle Speicherstadt. Kein Restaurant, kein Café, kein Leben, nirgends. Die Touristen tummeln sich an der strahlend beleuchteten Elbphilharmonie, bei den Restaurants an den Landungsbrücken. Die Gruselstimmung, die die Schauspieler tagsüber im «Dungeon» verbreiten, wenn sie schaurige Szenen aus Hamburgs Geschichte nachspielen, sie ist am späten Abend in der Speicherstadt gratis zu haben. Nur der Nebel fehlt – zum Glück.

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