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Kolumne

So ein Käse!

Wer hätte gedacht, dass es in Vancouver einen Schwarzmarkt für Käse gibt.
Bernadette Calonego

Das neuste Statussymbol bei kanadischen Gutverdienern? Käse. Nein, nicht der orange Alltagskäse Cheddar. Es muss exotischer sein. Kürzlich vertraute mir ein Teenager an, ihr Lieblingskäse sei der Manchego aus Spanien. Es klang, als spreche sie von einer Markenjeans. Mike, ein guter Bekannter, erzählte mir von seinen Jugendfreunden in British Columbia, die den Burrata-Käse aus Vancouver einfliegen lassen. Einfliegen aus einer vier Autostunden entfernten Stadt – da versteht man als Europäerin die Welt nicht mehr.

Käse, der nicht Cheddar heisst, ist in Kanada teuer. In Vancouver soll es sogar einen Schwarzmarkt für gestohlenen Käse geben. Offenbar ist Käse eine Ware – neben Rasierklingen und Vitaminen –, die man schnell für Bares auf der Strasse loswird. Wundert mich überhaupt nicht. Für ein mittelgrosses Stück meines Lieblingskäses Château de Bourgogne lege ich stets eine 20-Dollar-Note hin. Das schmerzt. Wenn ich Gäste zu einem Raclette einlade, muss der gute alte Cheddar genügen. Der schmilzt ja schliesslich auch.

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