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Herzstillstand - So reagieren Sie richtig

Bei Herzstillstand herrscht höchste Alarmstufe. In sehr vielen Fällen kommt leider jegliche Hilfe zu spät. Dabei wäre sie zum Teil ganz naheliegend - wenn die Menschen beherzt zugreifen würden.
Hans Graber, Grafik: Jana Breder

Dies ist ein Artikel der "Ostschweiz am Sonntag". Die ganze Ausgabe lesen Sie hier: www.tagblatt.ch/epaper

Bei richtigem Vorgehen würden mehr als ein paar Prozent der Betroffenen überleben

In der Schweiz sterben jährlich rund 10000 Frauen und Männer den «plötzlichen Herztod». Er ist die Todesursache Nummer eins, und er trifft sehr häufig ohne direkte Vorboten oder länger zurückliegende Warnsignale ein.

100%-70 %

Überlebenschance bei Defibrillation innerhalb von 3 Minuten.

Auslöser ist eine Herzrhythmusstörung (oft Kammerflimmern) aufgrund unter anderem einer koronaren Herzerkrankung, eines akuten Herzinfarkts oder einer ausgeprägten Herzschwäche. Durch das Kammerflimmern wird nur noch wenig bis gar kein Blut und Sauerstoff mehr durch den Körper gepumpt. Betroffene können innert wenigen Sekunden bewusstlos werden. Es kommt zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand. 90 Prozent der Betroffenen überleben ihn nicht, ausserhalb eines Spital sind es noch weniger.

70%-50%

Überlebenschance bei Defibrillation innerhalb von 3 bis 5 Minuten.


Jedoch: Es könnten deutlich mehr sein, wenn lebensrettende Sofortmassnahmen durchgeführt würden, auch von Laien. Die zwei Pfeiler sind Herzdruckmassage und der Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED), die heute in vielen öffentlichen Gebäuden, Firmen und an belebten Orten zu Verfügung stehen. Stehen würden, wenn man nur wüsste, wo genau. «Es bringt nichts, wenn man einen Defibrillator minutenlang suchen muss», sagt Florim Cuculi, Co-Chefarzt Kardiologie des Luzerner Kantonsspitals. Wenn nur ein Helfer da ist, sollte sich dieser nach dem Notruf (144) auf die Herzdruckmassage fokussieren. Sie hat primär zum Ziel, dass das Gehirn mit Sauerstoff versorgt wird, bis Rettungskräfte eintreffen.


Obwohl eine Herzdruckmassage anstrengend ist: Versuchen Sie durchzuhalten. Haben Sie keine Angst, dem Patienten eine Rippe zu brechen. Vergessen Sie die Mund-zu Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung, von der Sie einst im Nothelferkurs gehört haben. Weil sich viele davor ekelten, ist man davon ganz abgekommen, zumal sich in den Lungen noch Luft befindet. Wer geübt ist, soll natürlich auch beatmen.

Bei Säuglingen/Babys gelten andere Regeln. Leichteres Drücken mit zwei Fingern (siehe Abbildung). Mehr: www.windeln.ch (dort nach Stichwort «Wiederbelebung» suchen).

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