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Warum wir heute Nacht einen wahren Sternschnuppen-Regen sehen können

Heute Nacht gibt es nochmals rund 100 Sternschnuppen pro Stunde am Nachthimmel zu sehen. Verantwortlich dafür ist Komet Swift-Tuttle.
Roland Knauer

Gute Frage: Gibt es Sternschnuppen-Feuerwerke? Aber ja! Nachtschwärmer können ein solches Feuerwerk heute Nacht bewundern: Astronomen rechnen zwischen elf Uhr abends und fünf Uhr morgens mit bis zu 100 Sternschnuppen in der Stunde.

Weil dann aus dem im Nordosten stehenden Sternbild des Perseus winzige, gerade einmal einen Millimeter grosse Staubteilchen auf die Erdatmosphäre prallen. Diese Minikörnchen fliegen in jeder Sekunde 70 Kilometer weit und heizen sich bei jedem Zusammenstoss mit einem Luftteilchen stark auf – und verglühen schliesslich. So entsteht eine Leuchtspur, die «Sternschnuppe» genannt wird.

Die winzigen Staubkörnchen waren ursprünglich Teil des Kometen Swift-Tuttle, der einem überdimensionalen und recht schmutzigen Schneeball im Weltraum ähnelt. Immer wenn sich der Komet der Sonne nähert, verdampfen die Sonnenstrahlen ein wenig Eis und setzen die darin fest­gefrorenen Staubteilchen frei.

Swift-Tuttle zieht also eine Staubfahne hinter sich her, welche die Erde einmal im Jahr um den 12. August kreuzt. Deshalb prasseln nicht nur in dieser Nacht, sondern auch in den Tagen davor und danach aus Richtung des Sternbilds Perseus viele Sternschnuppen auf die Erdatmosphäre. Und weil der Mond nicht am Himmel steht, sieht man von einem dunklen Standort aus das Sternschnuppen-Feuerwerk in diesem Jahr besonders gut.

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