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STROM: Ein Fall für drei

Der Hyundai Ioniq ist das erste Serienfahrzeug, das mit drei unterschiedlichen elektrifizierten Antriebssträngen erhältlich ist. Nach der Hybridversion kommt jetzt die Elektrovariante zu den Händlern. Eine Plug-in-Hybrid-Version folgt etwas später im Jahr.
Stephan Hauri
Der Hyundai Ioniq verrät mit seinem Design nicht, welche Antriebsform in ihm steckt. Bild: PD

Der Hyundai Ioniq verrät mit seinem Design nicht, welche Antriebsform in ihm steckt. Bild: PD

Stephan Hauri

Bisherige Autos mit alternativem Antrieb waren nicht selten konventionelle Modelle, bei denen der Verbrennungsmotor durch eine Elektromaschine ersetzt und irgendwo noch die Batterie untergebracht wurde. Andere Hersteller setzten auf neuartige Karosserieformen, die schon auf den ersten Blick eine neue Autowelt suggerierten. Einen dritten Weg geht Hyundai mit dem Ioniq: Dieser sieht aus wie ein ganz normales modernes Auto, wurde jedoch von Anfang an für unterschiedliche Antriebsstränge konzipiert.

Hybrid – mit und ohne Stecker

Der vor kurzem vorgestellte Ioniq Hybrid kombiniert einen 1,6-l-Benzin-­Direkteinspritzer (77 kW/105 PS, 147 Nm) mit einem Elektromotor (32 kW, 170 Nm). Als Gesamtsystemleistung bietet er 104 kW/141 PS. Er wird ausschliesslich mit Benzin betankt und lässt die beiden Motoren automatisch in der jeweils effizientesten Kombination arbeiten. Rein elektrisches Fahren ist damit nicht möglich.

Die Plug-in-Hybrid-Version, die sowohl mit Benzin als auch mit elektrischem Strom betankt wird und etwas später in diesem Jahr dazukommt, ist antriebsseitig ähnlich wie der Basishybrid, besitzt aber einen deutlich grösseren 8,9-kWh-Akku und einen etwas kräftigeren Elektromotor. Bis zu 50 km können mit ihm rein elektrisch zurückgelegt werden. Beide Hybridvarianten sind mit 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet. Neu kommt nun auch der rein batterieelektrisch angetriebene Ioniq Electric zu den Händlern. Seine Lithium-Ionen-Polymer-Batterie sorgt bei einer Kapazität von 28 kWh für eine Reichweite von etwa 280 Kilometern. Auf unserer ersten Probefahrt mit dem E-Ioniq ging es nicht um einen Reichweitentest bei winterlichen Aussentemperaturen, aber der Ioniq sollte Wintertauglichkeit in Form von wohliger Wärme im Innenraum beweisen. Schliesslich sind Elektroautos früherer Generationen dafür bekannt, dass sie den Fahrer leiden lassen mussten, um nicht schon viel zu früh mit entleertem Stromspeicher stehen zu bleiben. Erste erfreuliche Erfahrung: Die Heizung wärmt den Passagierraum auf angenehme Temperaturen, die Vordersitze lassen sich sogar dreistufig beheizen. Zweite erfreuliche Erfahrung: Das maximale Drehmoment von 295 Nm setzt der 4,47 Meter lange und 1550 Kilogramm schwere Ioniq Electric in kraftvolle, stufenlose Beschleunigung um. Er erreicht die 100-km/h-Marke 9,9 Sekunden nach dem Start, und als Höchstgeschwindigkeit ermöglicht die Leistungselektronik des 88-kW-Motors 165 km/h. Die Reichweite beziffert Hyundai mit rund 280 km. Bemerkenswert ist ausserdem der sehr niedrige Luftwiderstandsbeiwert (cW ) von 0,24.

Mit Soundgenerator

Äusserlich erkennt man die Elektroversion sofort an der speziellen Frontblende ohne Kühlergrill und an den kupferfarbenen Zierelementen. Losfahren geht ganz komfortabel: Startknopf drücken, D-Taste auf der Mittelkonsole drücken und Fahrpedal betätigen. Die Restreichweite wird einem im Kombiinstrument kontinuierlich vor Augen geführt. Am sparsamsten ist man im Eco-Modus unterwegs, während für maximale Fahrleistungen der Sport-Modus aktiviert werden muss. Für die langsame Fahrt auf Abschnitten, wo Fussgänger in der Nähe sind, gibt es einen Soundgenerator, der das fahrende Auto hörbar macht.

Das Laden der Batterie an der Wechselstrom-Ladestation oder an der Wallbox dauert sechs bis acht Stunden; beim Schnellladen an der Gleichstromstation ist der Stromspeicher dagegen schon in weniger als einer halben Stunde wieder voll. Preislich liegt der neue Elektro-­Hyundai bei 36990 (Version Launch) respektive 39990 Franken (Launch Plus).

Hinweis
Infos unter www.hyundai.ch

Elektropläne für die nahe Zukunft

SUV Für den grossen Autokonzern ­Hyundai geht es nach dem Ioniq natürlich weiter in Richtung Elektrifizierung. Geplant ist für das kommende Jahr ein rein batterieelektrisch angetriebenes SUV in der Kleinwagenklasse. Zudem setzen die Koreaner parallel weiterhin auch auf Wasserstoff. Mit dem schon seit längerer Zeit angebotenen ix35 Fuel Cell ist ein Modell im Angebot, das mit Umgebungsluft und unter einem Druck von 700 bar gespeichertem Wasserstoff in der Brennstoffzelle Strom für den elektrischen Antriebsmotor herstellt. (sth.)

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