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STUTTGART: Weihnachten bei den Schwaben

Berühmter sind die anderen. Doch Stuttgarter finden ihren Weihnachtsmarkt den schönsten. Wer ihn besucht, sollte Zeit mitbringen.
Ein Stand vor dem Alten Schloss. (Bild: PD)

Ein Stand vor dem Alten Schloss. (Bild: PD)

«Jaaaa, wir gehen auf den Weihnachtsmarkt!» Der Jubel der Kinder kennt kein Halten, als die Grosseltern die Wochenendüberraschung preisgeben. Kein Wunder. Auch wenn hier die Rede vom Stuttgarter Weihnachtsmarkt ist, er ist nicht der berühmteste. Auch nicht der grösste. Aber Einheimische finden ihn den schönsten.

Zwar wird Jahr für Jahr die «Drucketse» (so nennen Schwaben das enge Treiben zwischen den Ständen) angeblich grösser. Und man bemängelt, der Markt fange jedes Jahr noch früher im November an. Letzteres stimmt zumindest nicht: Vom 25. November bis 23. Dezember versetzen heuer die 285 Stände in Weihnachtsstimmung.

Preis für den schönsten Stand

Viele Standbetreiber wie Familie Kopp mit ihrem Krippenzubehör oder Familie Kritz und ihr Weihnachtsschmuck sind seit über 30 Jahren dabei. 3,5 bis 4 Millionen Besucher werden erwartet – Gäste aus der Schweiz sind die grösste Gruppe der ausländischen Besucher, sagt Marktsprecher Jörg Klopfer.

Seit mehr als 300 Jahren gibt es den Weihnachtsmarkt in Stuttgart, der stolz von sich sagt, einer der schönsten Europas zu sein. Einheimische glauben, dass das am jährlichen Wettbewerb liege: Publikum und eine Jury küren den schönsten Stand. Der Gewinner erhält 300 Euro und eine Urkunde. Und wirklich, schön sind die Stände allemal. Ganze Landschaften zaubern die Besitzer auf ihre Buden. Gewonnen hat dieses Jahr der Spezialitätenimbiss «Spätzle-Schwob», auf dessen Dach ein lebensgrosser Weihnachtsmann mit seinem Rentierschlitten durch einen Winterwald fährt. Den Kindern gefällts. Für die Stände selber – Weihnachtsschmuck, Lichtschmuck, Gemüsehobel, Maultaschen, Lammfellfinken oder Kunsthandwerk – hegen sie meist wenig Interesse. Dafür kommen sie kaum an den vielen Spielzeugständen vorbei. Wir werfen dafür einen Blick in den prächtig beleuchteten Innenhof des Alten Schlosses.

Puppenstuben und Paternoster

Leuchtende Kinderaugen gibt es dann auf dem Kinderweihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz: «Zügle fahren», Mini-Riesenrad, Karussell, Eisbahn und etliche Mitmach-Stände. Und der Nikolaus am Stand der Spendenaktion «Weihnachtsmann & Co.» verteilt ein Bonbon, wenn man ein Sprüchlein aufsagt.

Dann noch schnell ins Rathaus am Marktplatz, im 2. Stock die Puppenstubenausstellung anschauen; und Paternoster fahren. Draussen auf der Rathaustreppe singt ein Chor Weihnachtslieder. Und mit einem Glühwein in der Hand kommt sogar bei frühlingshaften Temperaturen Weihnachtsstimmung auf. Die Schwaben, sie wissen eben doch, wie man Feste feiert.

beda hanimann

Hinweis

Infos unter stuttgarter-weihnachtsmarkt.de

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