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Subaru Levorg: Die neu entfachte Zuneigung

Der Nachfolger des einst in unserem Land äusserst populären Legacy positioniert sich dort, wo Subaru früher seine grössten Momente feierte.
Typisch Subaru: Das Design enthält markentypische Signaturen wie die Hutze auf der Haube. (Bild: PD)

Typisch Subaru: Das Design enthält markentypische Signaturen wie die Hutze auf der Haube. (Bild: PD)

Die Welt ist nicht gerecht, das gilt auch für die Autowelt. Da lancieren die Japaner 1979 in der Schweiz einen praktischen Kombi mit Vierradantrieb, nicht hübsch, aber ausserordentlich praktisch und günstig. Ein zuerst zaghafter, dann überraschender und Mitte der Neunzigerjahre überragender Erfolg: Als Modell Legacy stand der inzwischen zum Mittelklassewagen gewachsene Wagen zeitweise auf dem Podest der Schweizer Immatrikulationen.

Dann kamen die anderen Hersteller, vorab der VW-Konzern, und taten das Gleiche. Vor allem die Marke Skoda wurde ein bisschen der Subaru der Neuzeit in den 4WD-Varianten und klebt jetzt oben im Auto-Ranking. Die Idee ist dieselbe geblieben: Ein klassischer Kombi wird technisch so ausgerüstet, dass der Schweizer das Gefühl hat, immer nach Hause zu kommen – auch die zwei, drei Mal im Jahr, wo mehr als drei Zentimeter Schnee fallen. Der Subaru versank immer mehr ins hintere Mittelfeld der Schweizer Auto-Hitparade.

Angesichts der geballten Konkurrenz tut Subaru jetzt das einzig Richtige: Die Marke rudert zurück und platziert sein neues Modell genau unter die Marktbegleiter: kleiner, dynamischer und mit den üblichen technischen Features der Marke (Boxermotor) auch interessanter.

Zum Auto: Mit 4,69 Meter Länge ist der Subaru der Benjamin der Klasse, bewusst unter Passat, Octavia und Co. platziert. Die Platzverhältnisse sollten darunter nicht leiden, so fasst der Kofferraum mit 522 Litern sogar mehr Gepäck als das Abteil des zehn Zentimeter längeren, abgelösten Legacy. Das Design des Levorg ist im besten Sinne «typisch Subaru»: ein bisschen zerklüftet, aber mit sympathischem Appeal und der passenden Dosis Sport, signalisiert durch die dem kultigen WRX entlehnte Hutze auf der Motorhaube. Im Interieur erwartet die Besatzung ein hochwertig verarbeitetes Armaturenbrett, das sich auf vielen Flächen vom Hartplastik verabschiedet. Die Neuzeit hat Subaru erreicht: Zahlreiche Apps können auf das Infotainmentsystem geladen werden, auch im Assistenzbereich hat der Levorg massiv aufgerüstet.

Dynamisch-vernünftig

Bei der Motorisierung herrscht zurzeit Monokultur: Der neu entwickelte 1,6-Liter-Boxer-Benziner leistet 170 PS, die er über ein stufenloses, aber trotzdem im Fahrgefühl sechs Gänge imitierendes Getriebe auf die vier Räder loslässt. Die Erfahrungen mit dem bereits intensiv gefahrenen Modell Outback mit demselben Getriebe lassen erahnen, wie sich der Levorg mit dieser «Lineartronic» anfühlen wird: viel Komfort bei gut schweizerischer Fahrweise, deftiger Boxer-Motorsound, wenn man den Wagen jagt. Angekündigt werden 8,9 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100, was auf generell dynamisch-vernünftige Fahrleistungen schliessen lässt. Ein manuell geschaltetes Getriebe gibt es (noch?) nicht, was angesichts der Automatenbeliebtheit (über 50 Prozent aktuell) in der Schweiz kein Beinbruch ist.

Die Spannung steigt

In wenigen Tagen treffen bei den Schweizer Händlern die ersten Levorgs ein: Nicht nur die Fans der Marke, sondern auch die vielen, inzwischen untreu gewordenen, einstigen Subaru-Fahrer werden sich gespannt auf die Probefahrt begeben. Vielleicht erfährt die harte Autowelt hier Gerechtigkeit: ein zwischenzeitlich Verschmähter erfährt neu entfachte Zuneigung!Andreas Härry

Wortspielerei

Wortspielerei Der Name: Levorg. In der neuen Bezeichnung stecken das «Le» von Legacy und «vo» von Revolution sowie die Buchstaben R und G aus Touring. Man fragt sich schon, was der verantwortliche Marketingmensch gegessen hat an dem Tag, als er diese Sprachakrobatik veranstaltete. Eines kann man der Bezeichnung nicht absprechen: Man spricht darüber. Den Subaru Levorg gibt es in den Komplett-Ausstattungsvarianten Advantage, Swiss und Luxury zu Preisen ab 27 900 Franken. Als einziges Extra figuriert in der Preisliste der Metallic-Lack.

Infos: www.subaru.ch

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