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Temperamentvoll bis sanft – Mercedes GLE

Der Mercedes GLE 450 Coupé ist grosszügig konzipiert, und das durchlässig von der Felge bis zum Cupholder. Was aber ist dieses Auto – SUV oder Coupé? Vorweggenommen beides!
Beim Mercedes-Benz GLE Coupé dominieren eher sportliche Coupé-Gene als die markanten Züge eines robusten SUV. (Bild: Jil Lüscher)

Beim Mercedes-Benz GLE Coupé dominieren eher sportliche Coupé-Gene als die markanten Züge eines robusten SUV. (Bild: Jil Lüscher)

Jil Lüscher

Man muss sich vor Augen halten, welche Position dieses Auto im Markt beansprucht: «Gemacht für Menschen, die protzen wollen», sagt die Tochter. Eher solche, die Pferde haben oder sonst einen Anhänger ziehen müssen», meint der Sohn, «das sieht man an der Anhängervorrichtung.» Oder «für alle, die gerne sicheres, komfortables, luxuriöses Reisen bevorzugen», meine ich. «Und gerne sportlich dynamisch unterwegs sind», addiert der Nachbar obendrauf. Vorausgesetzt, man hat das nötige Kleingeld dazu – das gefahrene GLE AMG Coupé schlägt mit knapp 143 000 Franken zu Buche (Basispreis 99 900 Franken) –, dann kann man sich mit diesem Modell ein Auto in die Garage holen, das all die erwähnten Anforderungen erfüllt. Nicht ein bisschen, sondern hervorragend. Exakt, wie von Mercedes-Benz beabsichtigt: «Das GLE Coupé ist für uns Wegbereiter zu einer vielseitigen Fahrzeugklasse – SUV und Sportwagen in einem. Damit werden wir neue Kunden für unsere Marke gewinnen», liess sich Ola Källenius von der Konzernleitung bei der Lancierung des Modells 2014 zitieren.

Welch ein Ton

Zurück zum gefahrenen Modell: Mit 367 PS und 520 Newtonmeter Drehmoment ist die motorische Performance gegeben, um mit dem 450 GLE AMG Coupé leistungsmässig nie ins Minus zu kommen. Im Gegenteil: Im «Sport-plus-Modus» – daneben stehen auch «Individual», «Comfort», «Glätte» und «Sport normal» zur Wahl – geht die Post ganz schön ab. Passend dazu der fette, brachiale Motorensound, der Erinnerungen an potente Sportwagen weckt. Ein 9-Gang-Automatikgetriebe überträgt die Kraft des Motors in hoher Effizienz auf alle vier Räder.

Gute Noten – überall

So gross der Mercedes-Benz GLE mit einer Länge von 4,99 Metern und einer Breite von knapp mehr als 2 Metern auch ist (Höhe 1,731 Meter), so leicht ist er zu manövrieren. Die Felgen und die Räder des GLE wirken zwar gigantisch (22 Zoll oder 55,90 Zentimeter), und sie hüpfen beim Rausfahren aus dem Parkplatz bei vollem Einschlag auch ein bisschen, aber es braucht wenig Raum, um das Auto zu wenden. Ein toller Einschlag. Und dank einer hervorragenden Rückfahrkamera mit Vogelperspektive sind sogar enge Parklücken voll easy zu meistern. «Diese Kamera ist der Knaller», sagt die Tochter dazu.

Gute Noten gab es von der Tochter auch für den Cupholder, der Getränke wärmen und kühlen kann. Und auch die Sitze können beides – wärmen und kühlen, vorne wie hinten. Und was ist sonst noch positiv aufgefallen? «Die Musikanlage mit raumfüllendem Klang, das Panoramadach und die Fernbedienung für den TV-Tuner (funktioniert nur im Stand).

Wenig Raum für offene Wünsche

Schon die Grundausstattung des Mercedes 450 GLE ist ausgesprochen reichhaltig, aber in der von uns gefahrenen Version – aufgerüstet mit viel optional erhältlicher Technik – bleibt bezüglich Technik, Design, Komfort und Sicherheit wenig Raum für offene Wünsche. Sucht man das Haar in der Suppe, muss der über dem Wähldrehknopf in der Mittelkonsole angebrauchte Touchpad erwähnt werden. Die Anordnung schafft mehr Verwirrung als etwas anderes. Und dass das Audio/Media-System beim Versuch, das Handy zu verbinden, in die Endlos-Suchschlaufe gegangen ist, hat genervt. Aber vielleicht war ich einfach zu blond, um das System zu checken.

Fazit:Der Spagat zwischen sehr sportlich und doch komfortabel gelingt beim Mercedes GLE 450 AMG Coupé überzeugend. Auch, weil das Modell unter 10 Liter Diesel auf 100 Kilometer recht sparsam gefahren werden kann. Ein «Riesenviech» zwar mit ganz schön viel Temperament, eines aber, das auch sehr sanft sein kann ...

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