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«Tatort»: Top-Klamauk mit Uli Tukur

Wahnwitzige Wiederholung: Zwölf Mal hintereinander durchlebt der Wiesbadener Ermittler Felix Murot denselben Tag mit Banküberfall und Geiselnahme.
Susanne Holz

Den «Tatort» aus Wiesbaden mit der lebenden Schauspiellegende Ulrich Tukur fand man manches Mal schon etwas manieriert und selbstverliebt. Beim aktuell siebten Tukur-«Tatort» allerdings hat man sich einfach nur kaputtgelacht. Der Kriminal-Klamauk ist übertitelt mit «Murot und das Murmeltier». Was gleich offenlegt: Hier geht es um die Idee der wahnwitzigen Wiederholung des immer gleichen Tages, und diese Idee ist geklaut von der Hollywood-Komödie «Und täglich grüsst das Murmeltier» aus dem Jahr 1993.

Eine geklaute Idee – das ist aber wirklich das Einzige, was man diesem «Tatort» vorwerfen könnte, so man es wollte. Ansonsten hat «Murot und das Murmeltier» das Zeug zum Klassiker. Story und Cast sind genial, und Hauptdarsteller Ulrich Tukur glänzt in allen Facetten. Zwölf Mal hintereinander durchlebt LKA-Ermittler Felix Murot denselben Tag mit Banküberfall und Geiselnahme, und irgendwie ist er schliesslich meistens tot. Das lässt ihn mal ängstlich, mal cool, mal ungehobelt, mal nah an der totalen Verzweiflung agieren.

Weigert er sich beim zweiten Mal noch, die Bank zu betreten: «Ich will da nicht rein», so greift er beim fünften oder sechsten Mal nur noch restlos entnervt zum Maschinengewehr. Tagtägliche Stolpersteine für Murot: eine joggende Nachbarin, eine Mutter mit Kind auf dem Gehsteig bei seinem Auto, eine penetrante Autoscheibenputzerin. Und natürlich die Kollegen von der Polizei – alle Schauspieler sind eine Wucht.

Ach ja, für Buch, Regie und Musik zeichnet Multitalent Dietrich Brüggemann verantwortlich. Es ist sein zweiter «Tatort». Bereits sein erster, der SWR-«Tatort» «Stau» von 2017, war ein voller Erfolg.

«Tatort» aus Wiesbaden: «Murot und das Murmeltier». Heute Sonntag, 20.05 Uhr, SRF 1.

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