TOURISMUS: Terror vertreibt die Touristen aus Tunesien

Der Tourismus Tunesiens leidet stark unter den islamistischen Terroranschlägen vom Vorjahr. Laut der tunesischen Zentralbank haben sich die Einnahmen aus dem Tourismus in den ersten beiden Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als halbiert.

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Blumen am Strand Tunesiens nach dem Terroranschlag in Sousse vom vergangenen Juni. Der Terror hält die Touristen nachhaltig fern. Darunter leidet die Branche. (Bild: KEYSTONE/AP/ABDELJALIL BOUNHAR)

Blumen am Strand Tunesiens nach dem Terroranschlag in Sousse vom vergangenen Juni. Der Terror hält die Touristen nachhaltig fern. Darunter leidet die Branche. (Bild: KEYSTONE/AP/ABDELJALIL BOUNHAR)

Sie sind um 54 Prozent auf 182 Millionen Dinar (87 Millionen Franken) gesunken. Der Rückgang ist die Folge von zwei islamistischen Anschlägen, die im Vorjahr die Tourismusindustrie betrafen und dutzende von Ausländern töteten.

Bei einem Angriff auf ein Hotel in Sousse an der Mittelmeerküste wurden im Juni 38 Personen getötet. Drei Monate vorher wurden 21 Touristen bei einem Angriff auf das Bardo National Museum in der Hauptstadt Tunis getötet.

Tunesien befindet sich seitdem im Ausnahmezustand, der erst kürzlich um drei Monate verlängert wurde. Die Tourismuseinnahmen im Gesamtjahr 2015 gingen um 35 Prozent auf 2,35 Milliarden Dinar zurück. Die Tourismusindustrie trägt rund 7 Prozent zur tunesischen Wirtschaftsleistung (BIP) bei. (sda/reu)