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Kommentar

Überall hat’s Herzli dran

Michael Graber äussert sich in seiner Randnotiz zum Thema Valentinstag. Und erzählt, was Busse mit Herzen zu tun haben.
Michael Graber
Michael Graber

Michael Graber

Vielleicht haben Sie es mit­bekommen: Diese Woche war Valentinstag. Das merkt man jeweils hauptsächlich an einer grossen Omnipräsenz von Herzen. Selbst die unfreundlichsten Verkäuferinnen werden gezwungen, sich irgendwo eine Herz-Plakette anzuheften. In unserer Metzgerei wurden Herz-Burger verkauft («weil Liebe durch den Magen geht»), und in der Bäckerei musste man recht standhaft bleiben, um nicht noch mit einem Schoggi-Herz (Stichworte: «Liebe» und «Magen») heimzugehen.

Als absoluter Herz-Höhepunkt fahren aber alle Busse bei uns in der Region mit einem aufgeklebten Herz rum. Am Valentinstag transportieren sie offenbar neben Passagieren auch die Liebe. Das jedenfalls wollen die – wohl von Lehrlingen ausgeschnittenen – Herzen unter dem mächtigen Frontfenster andeuten. Dabei ver­binde ich Busse normalerweise eher mit leichter Platzangst und dem Gestank von nassen Hunden.

Nein, Busse sind keine Orte der Liebe, oder kennen Sie irgendeinen guten Liebesfilm, der seinen Anfang in einem Bus nimmt? Busse in Filmen haben die unangenehme Tendenz zu explodieren, oder – fast noch wahrschein­licher – sie werden dazu ­gebraucht, um von A nach B ­ zu kommen. Busse sind funktionale Dinge. Tolle funktionale Dinge. Dabei sollten wir es belassen. Sonst bekommen wir bald auch Liebesbriefe von unserer Kaffeemaschine.

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