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USA: New York kostenlos: Gospel, Staten-Island-Fähre oder Kunst

Bekanntlich ist New York ein sehr teures Pflaster. Der Big Apple hat aber auch erstaunlich viel gratis anzubieten.
Text und Bilder Eva Hirschi
Die Brooklyn Brewery bietet am Wochenende Gratisführungen durch die Brauerei an. Danach kann man das Bier auch testen. (Bild: Eva Hirschi)

Die Brooklyn Brewery bietet am Wochenende Gratisführungen durch die Brauerei an. Danach kann man das Bier auch testen. (Bild: Eva Hirschi)

Text und Bilder Eva Hirschi

Eigentlich ist bereits ein Spaziergang durch die verschiedenen Quartiere (Manhattan, Brooklyn, Harlem, China Town, Little Italy) ein kostenloses Erlebnis an sich. Doch auch sonst kann man in New York viel erleben, ohne Geld auszugeben. Gewisse Institutionen öffnen einmal pro Woche gratis ihre Tore. So zum Beispiel der Botanische Garten in Brooklyn jeden Dienstag oder das Kunstmuseum Moma (Museum of Modern Art) jeden Freitag ab 16 Uhr. Auch das Museum 9/11 Memorial ist jeden Dienstag ab 17 Uhr kostenlos zugänglich, die Gratistickets müssen eine Stunde vorher an der Kasse abgeholt werden. Einen Haken gibt es allerdings: Oft muss man stundenlang anstehen.

Für ungeduldige Kunstliebhaber ist deshalb das Konzept des Met (Metropolitan Museum of Art) interessant. Statt fixe Eintrittspreise zahlt man den Eintritt in Form einer frei wählbaren Kollekte. Es gibt zwar Richtpreise, doch ein älteres New Yorker Ehepaar hat uns versichert, dass gerade Studierende ohne schlechtes Gewissen auch nur 1 Dollar bezahlen können. Und der Besuch lohnt sich: Das Met ist grösser als das Moma und bietet Kunst aus der ganzen Welt und allen Epochen an, während sich das Moma vor allem auf zeitgenössische europäische und amerikanische Kunstwerke konzentriert.

Echter Gospel und Miss Liberty

Wer kulturell ein etwas anderes Erlebnis sucht, sollte einen Sonntagmorgen in Harlem verbringen, und zwar an einer Gospelmesse. Wunderbare Gänsehaut ist hierbei garantiert. Inzwischen auch eine Touristen­attraktion, sollte man deshalb grosse, bekannte Gotteshäuser meiden – dort schwemmen Touristenbusse europäische Menschenmassen an.

Wichtig ist auch, den Gottesdienst nicht mit einem Konzert zu verwechseln – angemessene Kleidung, ausgeschaltete Mobiltelefone und Respekt sind wichtig. Sowie Ausdauer: So eine Messe kann bis zu drei Stunden dauern.

Die Freiheitsstatue darf bei einem Besuch in New York nicht fehlen, gilt sie doch als das Wahrzeichen der Stadt schlechthin. Die angebotenen Schifffahrten zur Insel mit der Freiheitsstatue und zur Ellis Island sind den Preis von 18 Dollar aber nicht wert. Denn der Freiheitsstatue kann man auch völlig kostenlos näherkommen – mit der Staten Island Ferry.

Diese Fähre verkehrt jede halbe Stunde zwischen dem Battery Park und Staten Island, die Fahrt dauert 20 Minuten. Bei der Hinfahrt sollte man übrigens auf der rechten Seite stehen, denn dann fährt die Fähre relativ nahe an der Miss Liberty vorbei. Ein Aufenthalt auf der Insel lohnt sich aber nicht, in diesem Wohnviertel gibt es nicht viel zu sehen. Am besten steigt man einfach gleich auf die nächste Fähre, die zurück nach Manhattan fährt.

Wasserratten und Schwindelfreie

Wer die Skyline Manhattans und New Jerseys ebenfalls vom Wasser aus, aber ein bisschen sportlicher betrachten möchte, sollte auf den Hudson River. Am Pier 26 kann man im Sommer am Wochenende sowie abends von Dienstag bis Donnerstag gratis Kajaks ausleihen. Die Fahrt ist auf 25 Minuten beschränkt, dafür werden gratis Schliessfächer angeboten.

Für einen Blick von oben muss man in New York in der Regel viel Geld hinblättern: Die Aussichtsplattformen von Empire State Building, Rockefeller Center und One World Trade Center kosten alle 32 Dollar, ein Helikopterflug über der Stadt gar 170 Dollar. Eine Alternative bietet die Seilbahn zur Roosevelt Island. Von der neben der Autobrücke verkehrenden Seilbahn hat man ebenfalls eine (wenn auch bedeutend bescheidenere) Aussicht auf die Wolkenkratzer. Noch dazu ist diese Fahrt im Metro-Pass inbegriffen oder kostet ansonsten nur 2.75 Dollar.

Jazz in Brooklyn

Jazzkonzerte sollte man bei einem Aufenthalt in New York ebenfalls nicht verpassen. Die meisten Jazzclubs verlangen aber hohe Eintrittspreise von bis zu 30 Dollar. Doch auch das geht kostenlos: In vielen Bars gibt es Livemusik, vor allem in Brooklyn, wie zum Beispiel im Skinny Dennis, aber auch in West Village, wie zum Beispiel in Arthur’s Tavern. Ein Abstecher lohnt sich auch in die gleich daneben gelegene Bar Marie’s Crisis, wo jeden Abend am Klavier Broadway-Lieder gespielt werden und die ganze Bar lautstark mitsingt. Im Sommer finden zudem regelmässig kostenlose Konzerte im Central Park, im Lincoln Center, auf der Rockefeller Plaza oder auf anderen Plätzen und Pärken statt.

Für Durstige

Die Brooklyn Brewery bietet am Wochenende Gratisführungen durch die Brauerei an. Man erfährt zwar nur die Grundlagen der Bierbrauerei, erhält dafür aber einen Einblick in die spannende Geschichte, die sich hinter der Firma verbirgt. Am Ende kann man, wenn man möchte, verschiedene Biersorten testen – diese sind zwar nicht gratis, aber dafür mit 5 Dollar pro Becher günstiger als in den meisten Bars.

Alkoholisches findet man in New York höchstens mit etwas Glück an Vernissagen und Galerieeröffnungen in Form eines Glases Wein gratis, dafür gibt es aber überall kostenloses Wasser. In den meisten Restaurants erhält man, ohne zu fragen, ein Glas Leitungswasser hingestellt. Wenn nicht, kann man überall ungeniert fragen. Ebenfalls ein grosser Vorteil: Fast überall in der Stadt trifft man auf die amerikanischen Wasserspender, wie man sie aus den Filmen kennt.

Die Seilbahn ist im Metropreis inbegriffen. (Bild: Eva Hirschi)

Die Seilbahn ist im Metropreis inbegriffen. (Bild: Eva Hirschi)

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