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Kolumne

«Tatort»: Vampire in Bremen

Diese Folge ist nichts für schwache Nerven, aber brillant gedreht und gespielt.
Susanne Holz

Ausgerechnet die bodenständigen Bremer Kommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Stedefreund (Oliver Mommsen) müssen sich kurz vor Halloween in Grusel und Grauen, Horror und Suspense üben. Das ist schon mal der erste Schock. Es sollen viele weitere folgen in dieser düsteren, modernen und vermenschlichten Vampirstory, die ganz konsequent mit «Blut» übertitelt ist.

Blutverschmiert ist die Fratze der blassen jungen Frau (Lilith Stangenberg, 2010 von «Theater heute» zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres gekürt), nachdem sie ihrem Opfer die Kehle zerfetzt und es gierig ausgesaugt hat. Nicht ohne dabei wild-aggressive Töne von sich zu geben, die alleine schon das Fürchten lehren. Blut umfliesst im Anschluss das Opfer, und (Rinder-)Blut befindet sich in monströsen Kanistern, die ins verdunkelte Heim der lichtscheuen Mittzwanzigerin geliefert werden.

«Ich gehe mit meinen Geschichten fast immer dorthin, wo es weh tut», sagt der Autor und Regisseur dieses «Tatorts» im Gespräch mit dem Fernsehsender. Philip Koch erhielt 2010 für sein Langfilmdébut «Picco»­– ein Kammerspiel um einen Foltermord in der Justizvollzugsanstalt – mehrere Filmpreise. Brillant gedreht und auch gespielt ist «Blut» ebenfalls. Fragt sich nur, ob der durchschnittliche «Tatort»-Fan am Sonntagabend Lust auf einen Blutrausch hat.

Der Zuschauer sei gewarnt: Diese Folge ist nichts für schwache Nerven und Menschen, die sich schnell ekeln. Auch nichts für fröhliche Halloween-Partygänger. Denn der Gruselschocker nimmt seine Figuren und deren Emotionen durchaus ernst. Blutig ernst.

«Tatort» aus Bremen: «Blut». Heute, Sonntag, SRF 1, 20.05 Uhr.

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