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VERMIETEN STATT VERKAUFENSCHWEIZER CITY-FLITZER: Die Zukunft der Mobilität beginnt jetzt

Digital vernetzter Verkehr, Elektrifizierung der Fahrzeuge und Car-Sharing könnten die Probleme der Zukunft lösen. Die Autoindustrie sowie Mobilitätsdienstleister arbeiten an der grössten Herausforderung des Individualverkehrs.
Robert Tomitzi
Arbeitsplatz Auto: Die Vision einer künftigen Form der Fortbewegung. (Bild: PD)

Arbeitsplatz Auto: Die Vision einer künftigen Form der Fortbewegung. (Bild: PD)

Robert Tomitzi

Die Autobranche steht an der Schwelle zu einer neuen Ära. Viele Experten sprechen gar von der grössten Herausforderung in der Geschichte des Automobils. Schlagworte wie Digitalisierung, Konnektivität und autonomes Fahren machen die Runde. Dass die Zeitenwende kommen muss, scheint allen klar zu sein. Doch wann und in welchen Schritten die Umstellung erfolgen wird, vermag noch keiner abzusehen. Sicher werden Steuerungsmassnahmen der Politik, aber auch der Druck von neuen Mobilitätsleistern die Rahmenbedingungen für die individuelle Mobilität verändern. Auch das Bevölkerungswachstum spielt dabei eine Rolle: In der Schweiz werden nach Schätzungen in naher Zukunft zehn Millionen Menschen leben. Das wird sich unmittelbar auf die Grösse des nationalen Fuhrparks und die Belastungen des Verkehrsnetzes auswirken. Ende 2016 waren gemäss Angaben des Bundesamts für Statistik in der Schweiz mehr als ­ 4,5 Millionen Personenwagen immatrikuliert. Tendenz steigend.

Teilen statt besitzen als Möglichkeit

Der Wunsch nach individueller Mobilität wird künftig kaum nachlassen. Stellt sich die Frage, ob und wie lange diese Entwicklung noch so weitergehen kann, ehe unser Verkehrssystem kollabiert. Eine erste Teillösung – im wahren Wortsinn – könnte Car-Sharing sein. Teilen statt besitzen! Neu ist dieses Angebot nicht. Damit es nachhaltige Wirkung entfaltet, müssten aber weit mehr Menschen als heute bereit sein, auf ein eigenes Auto zu verzichten. Ein Trend, der vor allem im urbanen Gebiet und von der jüngeren Bevölkerung bereits angenommen wird.

In ein vollkommen neues Zeitalter der Mobilität führt das autonome Fahren: Voll vernetzte Autos kommunizieren miteinander und mit ihrer Umgebung und übernehmen das Steuer – wie wir es aus Science-Fiction-Filmen kennen. Immer wieder zeigen Autohersteller erste, zaghafte Feldversuche und wollen in den kommenden drei bis fünf Jahren die Technik im Griff haben. Doch Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung, glaubt nicht an eine derart schnelle Entwicklung: «Wir gehen davon aus, dass der Durchbruch auf breiter Front erst ab 2030 kommt.» Probleme sieht er vor allem bei der Gesetz­gebung und der Haftungsfrage. Ob der Kunde, der jahrelang gewohnt ist, sein Auto selbst zu steuern, sich der neuen Technologie ausliefert, ist eine weitere ungeklärte Frage.

Robo-Taxi statt dicker SUV

So oder so: Das klassische Automobil ist in den urbanen Gebieten vom Aus­sterben bedroht. Die Kombination aus selbstfahrenden Autos und Car-Sharing in Form von Teilen und Poolen eröffnet dafür neue Möglichkeiten. Dabei teilen sich mehrere Personen mit dem gleichen Ziel über eine gewisse Strecke ein Auto. Ein perfekt funktionierendes Sharing-System als ersten Schritt würde die Durchflusskapazität der Strassen signifikant erhöhen. Allerdings wird es noch dauern, bis das autonome Fahren technisch ausgereift und rechtlich geregelt ist. Und es braucht Zeit, bis genug Menschen bereit sind, ihr «rollendes Wohnzimmer» mit anderen zu teilen. Für Mobilitätsanbieter aller Art eröffnen sich dadurch aber viele neue Geschäftsfelder. Wer strategisch vorausschaut, bringt sich schon jetzt in Stellung.

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