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Kolumne

«Tatort»: Verrannt und verloren

Das alte Jahr ist vorbei und das neue hat noch nicht so richtig an Fahrt aufgenommen. In diese Stimmungslage passt der aktuelle «Tatort» aus Köln ganz gut.
Susanne Holz

Nachdem vergangenen Sonntag bei den Luzernern ein deutscher Desperado und Robin Hood in eigener Sache die Zuschauer in Atem hielt, zieht nun der Schweizer Schauspieler Roeland Wiesnekker bei denen «aus Kölle» in seinen Bann. Die Story jedoch ist dieses Mal weniger von Wut als vielmehr von Depression geprägt – aufbauend ist das nicht gerade. Selbst die Currywurst hat hier das Nachsehen.

«Ein eigenwilliger Charakter»

«Weiter, immer weiter», so der Titel, setzt einengehetzten Streifenpolizisten in Szene. Frank Lorenz (Roeland Wiesnekker) war mal Polizist in Düsseldorf, wurde degradiert, und arbeitet neu wieder in Köln. Die Ausbildung absolvierte er einst zusammen mit Freddy Schenk (Dietmar Bär). «Ein eigenwilliger Charakter», so beschreibt Freddy seinem Kollegen Ballauf (Klaus J. Behrendt) den Lorenz. Dieser setzt Schenk und Ballauf zu, als bei einer Verkehrskontrolle ein junger Drogendealer ums Leben kommt und Lorenz die russische Mafia mit im Spiel wähnt.

Den schwächelnden Spannungsbogen dieser Kriminalgeschichte (Drehbuch Arne Nolting & Jan Martin Scharf; Regie Sebastian Ko) macht der Schauspieler Roeland Wiesnekker vom ersten Moment seines Auftretens an wett.

Wiesnekkers bärenhafte Verletzlichkeit, seine enorme Präsenz halten einen bei der Stange.

Der Rest mutet an wie das neue Jahr, das noch nicht in Schwung gekommen ist. Bezeichnend dafür diese schöne Szene: Die alten Kumpels Schenki und Lorenz in der Bar Roxy, desillusioniert auf dem Sofa, zum Klang von «Nights In White Satin».

«Tatort» aus Köln: «Weiter, immer weiter», heute, SRF 1, 20.05 Uhr.

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