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«Als Rotkäppchen oder Dracula auf verschiedenen Levels»

«Woodlands» des Winterthurers Daniel Fehr ist zwar nicht nominiert für das das «Spiel des Jahres 2018», aber auf der Empfehlungsliste der Jury. Im Interview erklärt Fehr, was es mit «Woodlands» auf sich hat und warum sich Bilderbücher schreiben und Spiele erfinden perfekt ergänzen.
Hendrik Breuer
Daniel Fehr, Spieleerfinder und Bilderbuchautor aus Winterthur. (Bild: Jonas Oswald)

Daniel Fehr, Spieleerfinder und Bilderbuchautor aus Winterthur. (Bild: Jonas Oswald)

Daniel Fehr, «Woodlands» ist ein ungewöhnliches Spiel. Worum geht es genau?

Die Spielenden tauchen in Märchenwelten ein. Zuerst entscheiden sie sich für eine Welt: Mit Rotkäppchen, Robin Hood, Artus und Dracula stehen vier Geschichten zur Auswahl. Danach müssen die Spielenden in den Geschichten Aufgaben erfüllen, die von Kapitel zu Kapitel kniffliger werden. Die Geschichten sind jeweils auf einer transparenten Folie abgedruckt, die in der Spieltischmitte liegt. Alle Spielenden versuchen gleichzeitig, ihre Wegekarten so zu platzieren, dass die Figur die gestellten Aufgaben erfüllen kann. Nicht so einfach, denn die Wegekarten zeigen Wege und Wald. Die Märchenfiguren dürfen aber nur Wege beschreiten. Zudem bauen die Spielenden unter Zeitdruck. Am Ende legen sie die Folie auf ihre Lösung und überprüfen, welche Aufgaben sie erreicht haben.

Wie sind Sie auf die Idee zu dem Spiel gekommen?

Ich wollte ein Spiel machen, bei dem man sich wie bei einem Videospiel durch verschiedene Levels bewegt. Früh kam ich darauf, dass man Wegekarten zusammenpuzzelt und Dinge einsammelt. Auch die Idee mit der transparenten Folie, die am Ende auf die zusammengepuzzelten Wegekarten gelegt wird, hatte ich zu Beginn des Entwicklungsprozesses. Die Geschichten kamen später dazu, sind aber ein sehr wichtiges Element bei «Woodlands». Sie machen das Spiel zu einem Abenteuer. Man schlüpft zum Beispiel in die Rolle von Robin Hood und kämpft sich mit ihm durch den Wald, schleicht sich an bösen Wächtern vorbei und besiegt am Ende den Sheriff.

Sie sind Spieleerfinder und Bilderbuchautor. Was davon macht Ihnen mehr Spass?

Im Moment liegt mein Fokus sogar auf drei Bereichen: Ich arbeite als Bilderbuchautor, entwickle Gesellschaftsspiele und verantworte beim Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien den Schweizer Vorlesetag. Es ist für mich nicht ein Entweder-oder. Die Freude liegt in der Kombination, denn das eine inspiriert das andere. Zum Beispiel hat das Spiel «Woodlands» erzählerische Aspekte. Umgekehrt haben Bilderbücher von mir, etwa das diesen Sommer neu erschienene «Wie man ein Buch liest», spielerische Aspekte.

Wie wird man eigentlich Spiele­erfinder?

Lange waren Gesellschaftsspiele für mich nur ein Hobby, vor ein paar Jahren entdeckte ich die Freude am Selbermachen wieder – eine Freude, die ich schon als Kind hatte. Dazumal kannte ich nur die üblichen Verdächtigen wie beispielsweise «Monopoly». Zusammen mit meinem Schulfreund erweiterte ich dieses Spiel kreativ. Wir erfanden Zusatzaufgaben und Abzweigungen und stellten unser eigenes Spielmaterial her. Vor ein paar Jahren begann ich eigenständige Ideen zu entwickeln mit dem Ziel, diese auch zu veröffentlichen. Bis dann die ersten beiden Spiele auf dem Markt waren, dauerte es rund drei Jahre.

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