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Viel PS für jüngste Schweizer Kundschaft

Lange liess der neue Cupra, die Version des kleinen Seat Ibiza, auf sich warten. Jetzt ist er da: 12 PS kräftiger und rund 6000 Franken günstiger als die letzte Version von 2009.
Jürg Wick
Geniesst bei der spanischen Volkswagen-Tochter Seat eine grosse Tradition und steht für die Schweizer Kundschaft bereit: der Seat Ibiza Cupra.Bild Werk

Geniesst bei der spanischen Volkswagen-Tochter Seat eine grosse Tradition und steht für die Schweizer Kundschaft bereit: der Seat Ibiza Cupra.Bild Werk

Jürg Wick

Die das obere Ende der Modell-Hierarchie markierenden Cupra-Versionen haben bei der spanischen Volkswagen-Tochter Seat Tradition und geniessen in der Schweiz eine hohe Akzeptanz. Vom Ibiza Cupra erhofft man sich einen Verkaufsanteil um die 10 Prozent. Von einem Auto, welches die zweieinhalbfache Leistung des Grundmodells bietet, fast das Doppelte kostet – und ausschliesslich mit zwei Türen und Heckklappe lieferbar ist!

Attraktive Verkaufspreise

Heutzutage bleiben die Jungen möglichst lange im Hotel Mama wohnen, profitieren von den tiefen Zinsen und den noch günstigeren Leasingraten. Sie treffen auf eine wachsende Auswahl an kleinen Kraftzwergen, wie eben der Seat Ibiza Cupra: von null auf 100 km/h in 6,7 Sekunden, ein Wert, den vor zehn Jahren nicht einmal der V8-Ford Mustang schaffte. So verzichtlos ist die neue Generation also nicht dran, zumal wenn sie sich an den aufstrebenden, statt an den etablierten Marken orientiert.

Seat hat unter allen Autoherstellern in der Schweiz die jüngste Kundschaft und bemüht sich mit Erfolg, diese Position zu festigen. Zum Beispiel eben mit dem Ibiza Cupra, der sich seine technischen Gene aus dem Volkswagenkonzern zu Nutze macht, aber auf den haptischen Overkill verzichtet, und stattdessen attraktive Verkaufspreise auf der Habenseite offeriert. Deshalb kann man dem Cupra ausser einer etwas derben Federung kaum etwas vorwerfen. Wenn vorne rechts die Braut im gut geformten, aber schlichten Sessel Platz genommen hat, lädt der potente Ibiza Cupra zum Cruisen ein. Es fehlen zurzeit nur neun Gramm, um völlig stubenrein (130 g/km) zu sein. So viel Sünde sollte man der Jugend zugestehen, im Arbeitsleben haben sie es schliesslich hart genug.

Zwei Verzichte

Ob man Seat den Verzicht auf einen Beifahrerhaltegriff oder das hintere Ausstellfenster verzeihen soll, entscheiden jene, die im Cupra Bräute oder Kollegen chauffieren wollen. Jedenfalls hatten die Erbsenzähler ihren Spareinfluss noch vor Bekanntwerden des Abgasskandals mit im Spiel. Der sportlichste Ibiza macht eine gute Figur, kann als Auto eingestuft werden, das wenig Radau macht und vernünftig gefahren auch leise bleibt. Freaks werden allerdings den Sound vermissen, wie ihn einige Konkurrenten inzwischen virtuell bieten. Ansichtssache, wie man dies im Haifischteich der vielen Mitbewerber gewichten will. Handling und Dynamik des Cupra können mit der Konkurrenz mithalten. Letztlich ist es ein nüchtern gehaltener VW Polo GTi – und das mag man, oder eben nicht.

Seat Ibiza Cupra

Modell:kompakter Sporthatchback im B-Segment mit drei Türen, fünf Plätzen und Frontantrieb
Motor: 1,8-Liter-R4-Benziner mit Direkteinspritzung und Turbolader
Antrieb: Vorderrad-Antrieb mit 6-Gang-Schaltgetriebe
Leistung: 141 kW/192 PS; 320-Nm-Drehmoment; V-max 235 km/h
Beschleunigung:0 auf 100 km/h in 6,7 Sekunden
Verbrauch: 6,0 Liter/100 km, CO2-Emissionen 139 g/km (Euro 6)
Masse: 4,04 Meter lang, 1,69 Meter breit, 1,43 Meter hoch
Leergewicht: 1185 kg
Kofferraumvolumen:292 Liter Preis: dreitürige Limousine ab 23 950 Franken
Infos: www.seat.ch

Die Geschichte der Knallerbse

Die Geschichte der kleinen Knallerbsen auf vier Rädern beginnt in den Sechzigerjahren. Wo genau die Fährte aufgenommen worden ist, daran scheiden sich die Markenfreaks: Mini Cooper 1961? NSU TT 1965? Renault R8 Gordini 1965? Ford Escort TC 1967? Fakt ist, dass es nicht der Golf GTI aus dem Jahr 1976 war, welcher die Klasse der kompakten Sportskanonen ins Leben beförderte. Im Jahr 2000 trat Seat mit Cupra-Versionen in den Zirkel mit Leon und später dem Ibiza ein und zwang mit dem vier Meter kurzen Ibiza viele Konkurrenten dazu, das Portfolio von der C-Klasse in die B-Klasse auszudehnen. Heutzutage ist das Segment, in dem sich der Ibiza Cupra bewegt, mit Abarth 500, Ford Fiesta ST, Mini Cooper S, Opel Corsa OPC, Peugeot 208 GTi, Renault Clio RS und VW Polo GTI so dicht besetzt wie nie zuvor.

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