Vitznau erhält riesigen Weinkeller

Der österreichische Investor Peter Pühringer will im Park Hotel Vitznau einen der grössten Weinkeller der Welt aufbauen. Experten sind skeptisch.

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Investor Peter Pühringer hat mit seinem Park Hotel Vitznau Grosses vor. So will er einen Weinkeller einrichten, der dem legendären Keller des Luxushotels Palais Coburg in Wien (Bild) in nichts nachstehen soll. (Bild: PD)

Investor Peter Pühringer hat mit seinem Park Hotel Vitznau Grosses vor. So will er einen Weinkeller einrichten, der dem legendären Keller des Luxushotels Palais Coburg in Wien (Bild) in nichts nachstehen soll. (Bild: PD)

Einer der grössten und besten Weinkeller der Welt liegt in Wien. Dort, im Hotel Palais Coburg, lagern rund 60'000 Flaschen, darunter extrem seltene Weine, die mehrere Jahrhunderte alt sind. Der älteste – angeblich noch trinkbare Wein (Rüdesheimer Apostelwein) – stammt aus dem Jahr 1727.

Das Wiener Luxushotel, in dem die günstigste Übernachtung 670 Euro (804 Franken) kostet, erhält jedoch bald Konkurrenz aus dem Kanton Luzern. Der österreichische Multimillionär Peter Pühringer (70), dem sowohl das Wiener «Palais Coburg» als auch das Park Hotel Vitznau gehört, will in Vitznau einen Weinkeller von vergleichbaren Dimensionen aufbauen. Dies unter der Leitung des international bekannten Masters of Wine Frank Smulders aus den Niederlanden.

«Sollte der Weinkeller wie geplant realisiert werden, wird es sicher einer der grössten der Schweiz sein», sagt der Weinjournalist Martin Kilchmann aus Hergiswil. Ob die vielen Spitzenweine auch genügend Absatz finden werden, müsse sich allerdings erst weisen. Auch Peter Keller, Weinexperte bei der «NZZ am Sonntag», fragt sich, «ob der normale Weinkonsument nicht überfordert ist mit so vielen Weinen.»

Robert Knobel