Warum das Nobel-Komitee James Allison und Tasuku Honjo auszeichnet

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James Allison und Tasuku Honjo. (Bild: Niklas Elmehed)

James Allison und Tasuku Honjo. (Bild: Niklas Elmehed)

Nein, er denke keineswegs ans Aufhören, sagte gestern vor Journalisten der 76-jährige, frisch gebackene Nobelpreisträger Tasuku Honjo, und zeigte sich auf Twitter umringt von seinem Team an der Universität von Kyoto. «Damit noch mehr Kranke geheilt werden können, werde ich noch eine Weile weiter meine Forschung fortsetzen», erklärte er vor Journalisten, und fügte hinzu, er verdanke den Preis auch seinen Kollegen, Mitarbeitern und Studenten.

Krebs töte jedes Jahr Millionen von Menschen und sei eine der grössten gesundheitlichen Herausforderungen für die Menschheit, hatte zuvor das Nobel-Komitee seine Entscheidung begründet, Honjo und dem Amerikaner James P. Allison den Preis für Medizin zu verleihen. «Indem sie das Immunsystem dazu bringen, Krebszellen zu attackieren, haben unsere Preisträger vollkommen neue Möglichkeiten in der Krebstherapie eröffnet.»

James P. Allison widmete seine Forschungen einem Eiweiss, das als eine Art Bremse des Immunsystems arbeitet. Seine Idee: Wenn diese Bremse gelöst würde, könnten die Immunzellen Krebszellen attackieren. Auch Tasuku Honjo entdeckte ein Protein, das Immunzellen bremst.
Heute wird die Vergabe der Nobelpreise mit der Physik fortgesetzt, morgen folgt die Chemie, am Freitag der Friedensnobelpreis.