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Leise rieselt der Schnee

Neuschnee ist ein guter Schalldämpfer. Darum ist es so leise, wenn es schneit.
Valerie Labonté
Bild: Benjamin Manser

Bild: Benjamin Manser

Wenn es schneit, erscheint die Welt plötzlich viel leiser als sonst. Das liegt vielleicht teilweise auch daran, dass Autos langsamer fahren und Fussgänger innehalten, um das Schneetreiben zu bewundern. Vor allem liegt es aber daran, dass Neuschnee ein prima Schalldämpfer ist. Frisch gefallener Schnee enthält nämlich viel Luft, sodass Schall – zum Beispiel Strassenlärm – nicht so gut reflektiert wird, wie an harten und glatten Flächen. In den vielen kleinen Hohlräumen in einer frischen, lockeren Schneedecke wird der Schall vielfach gebrochen und somit teilweise «geschluckt».

Einen ganz ähnlichen Effekt erzielt man im Tonstudio, indem die Wände mit genopptem Schaumstoff, der viele Poren enthält, ausgekleidet werden, um Störgeräusche zu unterbinden und somit die Akustik im Raum zu verbessern.

Sobald Schnee allerdings einige Zeit lang liegt, verschwindet dieser Effekt. Denn wenn der Schnee zusammensackt, werden die Hohlräume geringer und die Oberfläche glatter, sodass die Schalldämpfung nicht mehr so gut funktioniert.

Valérie Labonté

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