Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Warum kommen Regenwürmer bei Regen ans Licht?

Henrike Berkefeld

«Diese Frage ist noch nicht vollständig geklärt», berichtet An­dreas Schmidt-Rhaesa, Professor am Zentrum für Naturkunde der Universität Hamburg. «Es kursieren aber mehrere Hypothesen: Das Verlassen des Bodens wegen Sauerstoffknappheit ist eine. Denn wenn es regnet, sättigt sich die Erde zunehmend mit Wasser. Der Luftanteil und damit der Sauerstoff in der Erde sinkt.»

Schmidt-Rhaesa untermauert diese Vermutung mit einer Studie aus Taiwan, die verschiedene Regenwurmarten vergleicht: «Die Forscher fanden eine Art, die nicht bei Regen an die Oberfläche kommt und sehr gut im wassergesättigten Boden Sauerstoff aufnehmen kann, und eine andere, die deutlich schlechter Sauerstoff im Wasser aufnehmen kann und deshalb bei Regen an die Oberfläche kriecht.»

Auch eine Art Flucht vor Art­genossen wird postuliert: Ist die Dichte an Regenwürmern in einem Areal sehr hoch, kommt es wohl in feuchten Nächten zu Wanderungen. Um neue Gebiete zu besiedeln? Die eindeutige Antwort wird vermutlich noch eine Weile ein Geheimnis bleiben, denn, so Schmidt-Rhaesa, in diesem Bereich findet offenbar nur wenig Forschung statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.