Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Was genau ist Bulgur? Und in welchem Schnaps steckt Roggen? Ein Spaziergang durchs Getreidefeld – nicht nur für Körnlipicker

Alte Sorten wie Dinkel liegen im Trend, mach ein modernes, weit gereistes Körnchen ist gar kein Getreide, und Weizen steckt nicht nur im Brot - Kraft verleihen sie alle.
Text: Yvonne Stadler, Illustration: Jana Breder

Kraftpaket Hafer

Nicht von ungefähr stecken seine Flocken im Birchermüesli. Hafer ist eines der nährstoffreichsten Getreide überhaupt: viel Eiweiss, Vitamine (vor allem B1, B6), Mineralien und hochkomplexe Kohlehydrate. Er ist zwar nicht gerade kalorienarm, dafür hält er lange satt und den Blutzuckerspiegel konstant.

Roggen im Pumpernickel

Roggen im Pumpernickel
Auch der Roggen ist kerngesund. Dass er nicht so beliebt ist wie Weizen und andere Getreidesorten, liegt vielleicht daran, dass Brot aus Roggenmehl nicht locker, sondern eher fest ist – dafür aber lange haltbar. Roggen ist auch die Basis für Wodka, dem er einen milden Geschmack verleiht.

Schweizer Dinkel

Dinkel wird in jüngster Zeit wieder vermehrt angebaut. Vor allem auch in der Schweiz, wo es die eigene Bio-Marke UrDinkel gibt. Diese bezeichnet ausschliesslich alte, nicht mit Weizen ­gekreuzte Schweizer Dinkelsorten. Grünkern ist das Korn des Dinkels, halbreif geerntet und getrocknet.

Der Saft der Gerste

Heute ist sie vor allem Futter für Tiere. In Sachen Trinken spielt Gerste aber eine Hauptrolle – als Ausgangsprodukt von Malz beim Bierbrauen. Um leicht verdauliche Gerste zu erhalten, muss das Korn geschliffen und poliert werden: Die Graupen sind die Grundlage der Bündner Gerstensuppe.

Schönheitskorn Hirse

Jahrhundertelang war Hirse Grundnahrungsmittel, auch in Europa: Bevor sich Weizen- und Roggenbrot und später Kartoffeln und Mais durchgesetzt haben, ass man täglich Hirsebrei. Heute gilt die mineralstoffreiche und glutenfreie Hirse auch als Schönheitselixir für Haut, Haar und Nägel.

Süsser Mais

Kolben gegrillt, Polenta gerührt, Körner im Salat – geknallt als Popcorn. Mais ist kalorienreich, aber doch gesund: Er enthält Kalium, Magnesium, Beta-Carotin und ist glutenfrei. Mais wird weltweit am meisten angebaut, noch vor Weizen und Reis. 60 Prozent davon wird an Nutztiere verfüttert.

Einheimischer Reis

Durchschnittlich 5,8 kg Reis/Jahr essen Schweizerinnen und Schweizer. Einheimischen gibt es aus dem Tessin. Auch in der Nordschweiz wird mit Reisanbau experimentiert. Übrigens: «Wildreis» ist kein Reis, sondern die Frucht eines anderen Wassergrases.

Die Pseudogetreide Buchweizen, Amaranth und Quinoa

Beim Buchweizen täuscht der Name vollends – er ist weder Weizen noch Getreide, sondern ein Knöterichgewächs mit viel Stärke und Eiweiss, ohne Gluten. Buchweizenmehl ist die Hauptzutat der nahrhaften Puschlaver Pizzoccheri.

Amaranth ist ein Gemüsegewächs aus Südamerika. Aus seinen glutenfreien Körnern lassen sich Suppen, Aufläufe oder Risotto kochen.

Quinoa stammt ebenfalls aus den Anden und gehört zur Familie der Gänsefussgewächse. Als Beilage wird er mit der zwei- bis dreifachen Menge Wasser aufgekocht. Dann lässt man ihn zugedeckt 10 bis 15 Minuten ausquellen. Wegen der Saponinen, die die Pflanze vor Schädlingen schützen, ist Quinoa für Kleinkinder nicht geeignet.

Alles Weizen

Die meisten Backwaren bestehen aus Weizen, weil er aufgrund seines hohen Glutenanteils sehr gute Backeigenschaften besitzt. Aus diesem Grund ist er für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit nicht geeignet. Man unterscheidet zwischen Hart- und Weichweizen: Aus Hartweizengriess (eine besondere Mahlart) werden vor allem Teigwaren hergestellt, Weichweizenmehl ist für Brot und Brötli ideal. Auch Couscous aus der nordafrikanischen Küche ist Hartweizengriess, der mit Wasser zu einem Granulat gemischt wird. Für Bulgur wird Hartweizengriess zunächst eingeweicht, dann dampfgegart und schliesslich gemahlen. Vorgekocht ist auch der Zartweizen, den wir als Ebly kennen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.