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Wiki und die Ehrenmänner

Jeden Monat rufen über 15 Milliarden Nutzen Wikipedia auf. Doch wo der Zugang so frei ist, sind Manipulationsversuche nicht weit. Eine Plausibilitätskontrolle ist deshalb Pflicht.
Bruno Knellwolf
Bruno Knellwolf

Bruno Knellwolf

Rendite hier, lechzen nach hohen Werbeeinnahmen dort: Der Rubel muss rollen. Internetgiganten wie Google und Facebook machen jedes Jahr Milliardengewinne mit unseren vielen Klicks auf Computern und Smartphones. Da tönt es fast wie im Märchen, hört man einem Wikipedianer zu. Über 80'000 Wiki-Autorinnen und -Autoren haben seit der Gründung der Internet-Enzyklopädie im Jahr 2001 rund fünfzig Millionen Artikel in 300 Sprachen geschrieben und publiziert, ohne dafür auch nur einen einzigen Rappen zu erhalten. Diese Freiwilligenarbeit wird jeden Monat von 15 Milliarden Nutzern aufgerufen. Allein die deutschsprachige Wikipedia wird monatlich eine Milliarde Mal angeklickt. Ein riesiges Werbepotenzial liegt somit brach.

Doch Wiki und die starken Männer und Frauen, die sich nächste Woche in St.Gallen an der Kantonsschule zu einem grossen Kongress treffen werden, trotzen der Kommerzialisierung und halten die Fahne des «freien Wissens» hoch, welche der Internet-Unternehmer Jimmy Wales vor 17 Jahren mit der Lancierung von Wikipedia begründet hat. Allerdings wird seit dem ersten Tag über die Verlässlichkeit dieser weltumspannenden Online-Enzyklopädie diskutiert. Denn wo der Zugang so frei ist, sind Manipulationsversuche nicht weit.

Unternehmen und Politiker sehen sich auf Wikipedia gerne im besten Licht, zweifelhafte Regimes wollen ihre Geschichte selber schreiben. Doch die Kontrolle durch die vielen Nutzer und die schnellen Korrekturmöglichkeiten verbessern die Qualität der Wiki-Angebote laufend. Ein «Gut zum Druck» aber fehlt diesem Online-Lexikon. So ist gut beraten, wer beim Lesen eines Wiki-Artikels noch eine Plausibilitätskontrolle macht. So wie bei vielen Artikeln im Internet.

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