Wo Lady Di und Claudia Schiffer abstiegen

Edel, mondän, exklusiv – das ist Lech am Arlberg. «Lieber weniger, aber das in höchster Qualität», so das Motto.

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Im Hotel Arlberg in Lech logieren immer wieder prominente Leute. (Bild: PD)

Im Hotel Arlberg in Lech logieren immer wieder prominente Leute. (Bild: PD)

Besser kann man einen Skitag nicht beginnen: Raus aus dem Hotel, rein in die Gondel und oben auf dem Berg mit einem lauten Juheee an die frische Luft. An dem sonst so beschaulichen und ruhigen Skiort am Arlberg herrscht an diesem Morgen Hektik: Frau Holle hat sich über Nacht rund um die bis 2450 Metern über Meer gelegenen Gipfeln so richtig ausgetobt und die Powdersüchtigen kämpfen wie Halbstarke um die jungfräulichen Hänge. Standard sind im Skigebiet Lech-Zürs Hauben an den Sesseln und Sitzheizung. Wartezeiten gehören längst der Vergangenheit an. Platz auf den weiten Pisten gibt es reichlich, doch bei 14'000 Personen im Skigebiet Schluss: Dann schliessen von der einen Sekunde auf die andere alle Tageskassen. Exklusiv und stilvoll solls sein.

Weisser Ring als Spektakel

Neben Tiefschnee lockt im Nobelkurort Lech – «der Wiege des alpinen Skilaufs» – der Weisse Ring: Mit 22 Kilometern und 5500 Höhenmetern ist die Tour rund um Lech das längste Skirennen der Welt. Die Schnellsten brauchen gerade mal 45 Minuten. So extrem geht es in Lech normalerweise nicht zu. Auf dem Sonnenplateau tummeln sich die Jetsetter, die in den Gourmet-Restaurants im autofreien Oberlech eine ausgiebige Mittagspause machen, um nach dem gepflegten Après-Ski noch einmal bei den Nobel-Boutiquen und Juwelieren vorbeizuschlendern und sich dann in traumhafte Spas wie das Lecher Traditionshauses Arlberg zurückzuziehen. 500 Quadratmeter gross ist der Bereich, Gastgeber und Hotelier Hannes Schneider erwähnt es bei der Vorstellung des Hauses als «Bijou».

Blick auf Lech (Bild: Lech-Zürs-Tourismus)
23 Bilder
Der Weisse Ring ist über 21 Kilometer lang. Der Skifahrer überwindet über 5400 Höhenmeter. (Bild: Peter Mathis / Lech-Zürs-Tourismus)
Blick auf Lech (Bild: Sepp Mallaun / Lech-Zürs-Tourismus)
Luftaufnahme von Lech. (Bild: Sepp Mallaun / Lech-Zürs-Tourismus)
Der britische Künstler Antony Gormley mit einer spektakulären Kunstinstallation (Bild: Markus Tretter / Kunsthaus Bregenz)
Gipfeltreffen der Genüsse: Après-Ski in Lech. (Bild: Hans Wiesenhofer / Lech-Zürs-Tourismus)
Die Rüfigondel bringt die Ski- und Snowboardfahrer über die Nebelgrenze. (Bild: Sepp Mallaun / Lech-Zürs-Tourismus)
Snowpark in Lech (Bild: Lech-Zürs-Tourismus)
Blick auf die Kriegeralp: Über 280 Kilometer Skiabfahrten in allen Schwierigkeitsabfahrten. (Bild: Peter Mathis / Lech-Zürs-Tourismus)
Hotel Arlberg in Lech (Bild: PD)
Eingang zum 5-Sterne-Hotel (Bild: PD)
500 Quadratmeter grosser Wellnessbereich mit Innen- und Aussenpool, Aussenwhirlpool, Liegewiese, Finnische Sauna, Biosauna, Infrarotkabine, Dampfbad und Ruhebereich. (Bild: PD)
Sauna mit Aquarium (Bild: PD)
Ruhebereich im Spa (Bild: PD)
Diverse Wellnessbehandlungen stehen den Gästen zur Verfügung. (Bild: PD)
Der Familienbetrieb seit 1956 umfasst 52 Zimmer & Suiten (Bild). (Bild: PD)
Stilvoll eingerichtete Hotelbar & Lounge (Bild: PD)
Hotel Arlberg mit 94 Betten (Bild: PD)
Blick in ein Zimmer, ab 440 Euro pro Zimmer im Winter inkl. Halbpension (Bild: PD)
Walserstube: Serviert werden regionale Spezialitäten wie Fondue. (Bild: PD)
Blick in den hauseigenen Weinkeller, wo 1000 edle Tropen aus allen Weinbaugebieten der Welt lagern. (Bild: PD)
Hotel Arlberg in Lech: Den Gästen werden alle Annehmlichkeiten erfüllt. (Bild: PD)
Reception (Bild: PD)

Blick auf Lech (Bild: Lech-Zürs-Tourismus)

Herzlichkeit und Bedachtsamkeit

Nicht der grosse Spa-Bereich steht denn auch im Zentrum des Traditionshauses, sondern die gelebte Freundlichkeit und das persönliche Engagement von allen (!) Mitarbeitern. So wusste neben Prinzessin Caroline von Monaco oder König Carl XVI. Gustaf auch Lady Diana die diskrete und familiäre Atmosphäre zu schätzen: Hier fühlte sich die «Prinzessin der Herzen» vor den Paparazzis sicher und logierte fünfmal in Folge im Arlberg. «Wir sind kein Hotel, sondern ein grosser Haushalt», weiss Gastgeber Hannes Schneider. In der Tat: Einen eigenen Butler-Service gibt’s nicht. Die Mitarbeiter lesen die Wünsche der Gäste von den Augen ab. Für Geniesser stehen der Weinkeller mit 1000 edlen Tropfen aus der weiten Welt inklusive angeschlossener Probierstube zur Verfügung. Der absolute Schutz der Privatsphäre und Bedachtsamkeit stehen genau wie die familiäre Atmosphäre im Mittelpunkt der einfühlsamen Philosophie, die schon seit zwei Generationen von der Inhaberfamilie Schneider gepflegt wird. Küchenchef und 16-Gault-Millault-Koch Franz Riedler legt grossen Wert auf regionale Produkte oder den hauseigenen Kräutergarten. Zur 50-jährigen Erfolgsgeschichte des Hauses zählen die Patisserie genauso wie die urchige Walserstube, in der österreichische Leckereien und Fondues serviert werden.

Im Gegensatz zu anderen Skiregionen hat Lech seine harmonische Architektur und die gemütliche, gastliche Atmosphäre bewahrt. Der dörfliche Charakter entzückt: keine Hotels aus Beton, keine kalte Betten. «Wir konnten aus Fehlern anderer Wintersportorte lernen», erklärt Hotelier Hannes Schneider stolz. In Lech befinden sich nahezu alle Hotels in Familienbesitz und sind kaum grösser als 100 Zimmer. Dass es in schneereichen Wintern zumindest für kurze Zeit von der Aussenwelt abgeschnitten ist, trägt seit jeher zum besonderen Charme bei.

René Meier / Luzernerzeitung.ch

Hinweis:
Dieser Bericht entstand aufgrund einer Einladung des Hotels Arlberg und Lech-Tourismus.

Lech-Zürs

Anfahrt: Ausschliesslich über die Arlberg Schnellstraße, S 16, über Zürs nach Lech (Nicht über Bregenzerwald wegen Wintersperre Lech-Warth), stündliche Verbindungen mit Zug und Bus
Wintersport: Das Lech-Zürs bietet 79 Bahnen und Lifte 280 Pistenkilometer aller Schwierigkeitsgrade.
Skipass: Sechs Tage Erwachsene 228 Euro, Kinder 137 Euro, Senioren / Jugend 198 Euro
Weitere Infos:
http://www.lech-zuers.at
http://www.arlberghotel.at
http://www.skiarlberg.at