Wohnungsluft im Winter – wie feucht darf sie sein?

Die optimale Luftfeuchtigkeit lässt sich häufig durch geschicktes Lüften und Heizen erreichen.

Valérie Labonté
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Es klingt nach einer grossen Herausforderung: Die Raumluft soll im Winter trocken und feucht ­zugleich sein. Trocken, damit in Ecken und hinter Schränken kein Schimmel wächst. Feucht, damit die Schleimhäute der Atemwege ihre Funktion als Barriere gegen Krankheitserreger beibehalten. Beiden Anforderungen kann man mit einer relativen Luftfeuchte zwischen 40 und 60 Prozent nachkommen.

Kurzer Durchzug mit Stosslüften

Man spricht von relativer Luftfeuchte, da die Fähigkeit der Luft, Wasserdampf aufzunehmen, sich mit der Temperatur ändert. Warme Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte: Dreht man die Heizung auf, sinkt die Luftfeuchtigkeit.

Umweltexperten empfehlen mehrmaliges Stosslüften täglich, am besten mit ordentlich Durchzug. In Küche und Bad zudem, sobald grosse Mengen Wasserdampf durch Kochen oder Duschen entstanden sind. Fällt die Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel an besonders kalten, trockenen Tagen, auch in der Wohnung einmal auf unter 40%, kann zum Beispiel ein nasses Handtuch über der Heizung für besseres Raumklima sorgen. Ein kleiner, günstiger Apparat namens Hygrometer hilft übrigens bei der Überprüfung der Luftfeuchtigkeit.