ZÜRICH: Amag schliesst 2015 mit einem Umsatzrückgang

Der Autohändler Amag hat mit den Marken Volkswagen, Audi, Skoda und Seat im letzten Jahr leicht weniger umgesetzt als im Vorjahr. Trotz des Abgas-Skandals bei Volkswagen blieb der VW mit einem Marktanteil von 13 Prozent das beliebteste Auto der Schweizer.

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Zum 40sten Mal iwar der VW Golf 2015 das meistgekaufte Auto der Schweiz. (Bild: Amag)

Zum 40sten Mal iwar der VW Golf 2015 das meistgekaufte Auto der Schweiz. (Bild: Amag)

Einen konsolidierten Jahresumsatz von 4,4 Milliarden Franken erwirtschaftete Amag im Geschäftsjahr 2015. Das waren 200 Millionen Franken weniger als im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Als Grund für den Umsatzrückgang gab der Autohändler den Wegfall des Euro-Mindestkurses an, der «zu grossen Preisreduktionen» geführt habe, hiess es in der Mitteilung.

«Das letzte Jahr hatte es in sich - gleich zweimal wurden wir sehr gefordert: Einerseits im Januar durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und andererseits im Herbst durch die Abgasaffäre bei VW», kommentierte Amag-CEO Morten Hannesbo. Auf das angelaufene Geschäftsjahr blickt er vorsichtig, besonders wegen des Abgas-Skandals bei Volkswagen. Man werde 2016 die Rückrufaktion für Dieselfahrzeuge ins Zentrum der Aufmerksamkeit stellen, sagte Hannesbo.

Mitte Dezember hatte Amag mitgeteilt, dass die Umrüstung der manipulierten Diesel-Autos Ende Januar anlaufen solle. Nach dem vorgesehen Update der manipulierten Software sollen die Fahrzeuge die jeweils gültigen Abgasnormen erfüllen. Die Software-Manipulation musste Volkswagen im September 2015 zugeben.

Von den 323'783 Personenwagen, die 2015 in der Schweiz neu zugelassen wurden (+ 7,2 Prozent), ist Volkswagen mit 42'212 Einheiten die meistgekaufte Marke der Schweiz. Das entspricht einem Marktanteil von 13 Prozent. Dabei ist der VW Golf das meistgekaufte Auto.

Insgesamt wurden 95'860 Personenwagen von VW, Audi, Skoda und Seat in der Schweiz neu zugelassen. Dazu kommen 6331 leichte Nutzfahrzeuge von VW und Skoda. Die Amag First schliesst das Jahr mit 1602 Neuzulassungen der Marke Porsche ab. Bentley Zug hat im letzten Jahr 28 Neuwagen verkauft.

Die Amag Leasing hat im vergangenen Jahr mit 49'537 neuen Leasingverträgen um 5,2 Prozent zugelegt und schliesst 2015 mit 130'523 Leasingverträgen ab (+ 6,6 Prozent gegenüber Vorjahr).

Die Amag Gruppe beschäftigte per Ende 2015 insgesamt 5360 Mitarbeitende, 120 weniger als Ende 2014. Damals hatte Amag noch 5480 Mitarbeitende ausgewiesen. Amag hatte Ende April mitgeteilt, dass 25 Mitarbeitenden gekündigt worden sei und dass frei werdende Stellen nicht mehr automatisch neu besetzt würden. Begründet wurde dieser Schritt mit der starken Aufwertung des Frankens und dem damit verbundenen erwarteten Umsatzrückgang.

sda