Leserbeitrag

Abschied von Pastoralassistentin Ana Behloull

In einem berührenden Gottesdienst und mit einer eindrücklichen Predigt verabschiedete sich Ana Behloul als Pastoralassistentin von der Pfarrei, in der sie während vierzehn Jahren mit grossem Engagement gearbeitet hat.

Marcel Siegrist
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Viele Pfarreiangehörige kamen am vergangenen Sonntag in die St.Annakirche in Menziken, um der langjährigen, beliebten Seelsorgerin Ana Behloul noch einmal zu begegnen und noch einmal eine ihrer gehaltvollen, lebensnahen Predigten zu hören. Umrahmt wurde der Gottesdienst, gehalten von Chorherr Karl Schmuki, Beromünster, von Orgel-und Flötenmusik. Das von Ana Behlouls Tochter, der Erstklässlerin Ana Maria, mit erstaunlichem Können vorgetragene Geigenstück war ein besonderes Geschenk und erhielt einen Extra-Applaus.
In ihrer Predigt zu Textstellen aus Matth. 10 ging die scheidende Pastoralassistentin auf die schwierige Frage nach dem Stellenwert und der Wertschätzung Gottes in unserem Leben ein. Wenn der Mensch Gott als Mitte und Urgrund in sich trage, stehe er mit im Zentrum und könne in der Liebe zu Gott auch andere Menschen lieben und schätzen und selber wieder geschätzt und geliebt werden.
Die Predigtworte gingen zu Herzen, zumal sie selber, wie Ana Behloul eingangs sagte, diese Wertschätzung wegen nicht zu lösender Spannungen im Seelsorgeteam nicht mehr uneingeschränkt erfahren durfte. Dies sei auch der Grund für ihren Abschied. Sie spüre aber eine grosse Verbundenheit mit vielen Menschen in der Pfarrei und auch in den durch ihre oekumenische Arbeit befreundeten Schwesterkirchen, die sie als versierte Theologin und als feinfühlige Seelsorgerin ebenso schätzten wie die Kinder und Jugendlichen im kirchlichen und schulischen Religionsunterricht.
Von der Kirchgemeinde wurde Ana Behloul durch Adrian Brunner, Präsident der Kirchenpflege, mit einer Ikone verabschiedet. Er dankte ihr für die langjährige vielfältige Tätigkeit. Warme Worte des Dankes und der Anerkennung fand auch Fuata Herzog, die Präsidentin des Katholischen Frauenvereins. Bei einem Apéro unter der grossen Hängebuche gab es anschliessend nochmals Gelegenheit zu Gesprächen, für gute Wünsche und schliesslich zum Adieusagen. (amr)