Leserbeitrag
Bezaubernde Musik des 16. und 17. Jahrhunderts in Möhlin

Andrea Giger
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Andreas Burckhardt

(Andreas Burckhardt) Am letzten Juni-Sonntagabend kamen die Musik liebenden Möhlinerinnen und Möhliner in der reformierten Kirche im Rahmen der „Soirées“ in den Genuss eines sehr schönen Konzerts mit hervorragenden jungen Musikerinnen und Musikern, die auf alten Originalinstrumenten spielten. - Mira Gloor: Blockflöte, Xavier Uters: Barockgeige, Barbara Bajor: Barockfagott, Tiago Leal: Theorbe und Laute. Auch mit ihren wunderschönen, tragenden Stimmen gelang es dem hochkarätigen Künstlerinnen und Künstler, die Zuhörerschaft in ihren Bann zu ziehen.

Zur Aufführung gelangten Werke von bei uns zum Teil wenig oder überhaupt nicht bekannten Komponisten, so des Utrechter Glockenspielers und Blockflötenvirtuosen Jakob Van Eyck (1590-1657), des im Gegensatz dazu sehr bekannten englischen Komponisten John Dowland (1563- 1626), des spanischen Vihuelisten Luys de Narváez, ca. 1500 – 1555; („Vihuela“ ist ein der Laute ähnliches spanisches Zupfinstrument), des böhmischen Komponisten und Geigers Heinrich Ignaz Franz Biber, 1644- 1704, des vogtländischen Organisten Johann Rosenmüller, 1617- 1684, des spanischen Dulzianspielers, Fagottisten und Komponistenten Bartolomeo de Selma y Salaverde,1595- 1640; („Dulcian“ oder „Dolcian“ - lateinisch „dulcis“ , spanisch „dulce“ bedeutet „süss“ - ist ein Holzblattinstrument mit direkt angeblasenem Doppelrohrballt und konischer Bohrung), sowie der venezianischen Komponisten Biagio Marini, 1594 – 1663, und Dario Castello, 1590 – 1658, des franzöischen Sängers, Komponisten und Kapellmeisters Claudin de Sermisy, ca. 1490 – 1562, des sächsischen Komponisten und Violinisten Johann Paul von Westhoff, 1656 – 1706.

Zum Schluss erhielten die vier alle eine wunderschöne, zur Jahreszeit passende Sonnenblume.

Es war ein wunderschöner musikalischer Abschluss der ersten Jahreshälfte, der die Konzertbesucher sicher in bester Erinnerung in die kommende Hochsommerzeit begleiten wird.