Leserbeitrag

Bruno Plattens Karriere als Keramiker begann im Thal

Peter Wetzel
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Bruno Platten hat sich sein ganze Leben lang der Keramikkunst verschrieben. Am 25. August konnte er in Lausen (BL) seinen 90. Geburtstag feiern. Er wurde 1930 am Balsthaler Schafhübelstutz geboren. Er besuchte die Schulen in Balsthal bis zum 9. Schuljahr. Seine Begabung für das Zeichnen zog ihn als Kunstkeramiker an die Keramikfabrik Aedermannsdorf, die im Volksmund "Chächeli" genannt wurde. Dort wurde er von keinem Geringeren als Benno Geiger ins "Handwerk" eingeführt. In der Keramischen Fachschule Bern erweiterte er seine Ausbildung zum Kunstkeramiker. Von 1953 bis 1956 übernahm er die Produktionsleitung der Tonwarenfabrik Aedermannsdorf AG. Seinen Wohnsitz hatte Platten in Aedermannsdorf in der Höhe zwischen dem "Stutz" und dem "Weidgatter". 1955 heiratete er Rösli Fluri, welche ihm zwei Töchter und zwei Söhne schenkte.

In die Fussstapfen eines Kunstkeramikers trat sein Sohn Oswald. Die andern Kinder erlernten kaufmännische und gewerbliche Berufe. Nach seiner dreijährigen Mitarbeit in der Kunstkeramik Luzern AG zog es Bruno Platten nach Lausen in die Bau- und Industriekeramik, wo er von 1961 bis 1984 für die Produktion und die Qualitätskontrolle zuständig war und wo er heute noch seinen Wohnsitz hat.

Zehn Jahre lang arbeitete er dann in der Firma Ganz in Embrach (ZH) in der Ofenkachel- und Baukeramikproduktion.

Nebenbei schuf Bruno Platten auch zahlreiche keramische Kunstwerke. Im Treppenafgang des Rainfeldschulhauses in Balsthal ist ein solches grossformatiges Werk zu sehen. Das im Eigenverlag erschienene Buch "Bruno Platten" dokumentiert sein vielseitiges Schaffen. Die Kontakte zu seinem Geburtsort Balsthal und zum Thal pflegt er bis zum heutgen Tag. Es lohnt sich, die Vielfalt seiner Werke näher kennen zu lernen. Nachträglich herzliche Gratulation zum 90. Geburtstag und gute Gesundheit.

(Bericht und Foto eingereicht von Peter Wetzel)

Autor des Textes:

Marcel Bläsi, Balsthal