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Cäcilia-Chorreise 2010 ab Turgi

Reise an und auf dem Rhein

Marcel Siegrist
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Ein herbstlich anmutender Samstagmorgen, als wir uns, 21 Sängerinnen und Sänger, auf dem Bahnhof Turgi zur "Fahrt ins Blaue" einfanden. Gespannt auf das Reiseziel waren Alle, als wir in die S12 einstiegen, die ja bereits wieder in Brugg als Endstation, anhielt. Nachdem wir dort in das Postauto in Richtung Laufenburg umstiegen, ist man dem Rätsel bereits ein bisschen näher gekommen. Über Riniken-Bürensteig-Mettau-, hinauf nach Hottwil-,Etzgen-, am Rhein entlang, konnten wir die herrliche herbstliche Morgenlandschaft geniessen.
In Laufenburg angekommen, die Sonne hat inzwischen die neblige Wolkendecke mit ihren Strahlen durchdringen können, begaben wir uns zu Fuss durch die Laufenburger Altsstadt zur Laufenburgerbrücke beim Zoll. Bereits auf diesem Spaziergang konnten wir einige schöne Zeichnungen, aus Sandstein gemeisselten Verzierungen finden, die von Lilli und Beat, bereits im Voraus, fotographisch erkundet und in einem Programmblatt festgehalten wurden.
Noch ein kleiner Abstecher durch das Rhytörli zum Rhein, um uns dann an unserem Treffpunkt" einzufinden. Dort wurden wir von einem Vertreter des Verkehrsverein Laufenburg empfangen. Ein herrlicher Blick nach dem deutschen Laufenburg und wir konnten viele interessante Dinge über die Erstellung des neuen Rheinufer erfahren, welches im Zusammenhang mit dem Kraftwerkbau 1909-1914 aus dem Sprenggestein erstellt wurde. Noch während den Erklärungen gesellte sich nun Graf Hans IV. dazu. Dieser Graf Hans IV. ist nicht erfunden, sondern er lebte und regierte vor rund 600 Jahren als Stadtherr in Laufenburg. Dieser Stadtherr wurde von einem professionellen Schauspieler (in Gebenstorf aufgewachsen) in mittelalterlichem Kostüm dargestellt. Was wir an diesem Morgen erleben durften, war eine Stadtführung der besonderen Art. Graf Hans war in seiner Rolle sehr überzeugend und konnte auch unvorhergesehne Begebenheiten, wie z.B. das Läuten eines Handys geschickt in die Geschichte mit einbeziehen.
Er führte uns über den Marktplatz, zum Schlossberg mit Burgfried, hinab zur Kath. Kirche, zum alten Gerichtsgebäude, zum Wasenturm und zum Rathaus. Mit seinen Erläuterungen hat man sich wirklich ein wenig ins Mittelalter versetzt gefühlt.
Nun gab's es einen Zwischenhalt im Druidenhaus. Wir wurden zu einem Tee mit interessantem Geschmack eingeladen.
Alsdann begleitete uns Graf Hans, über die Rheinbrücke ins deutsche Laufenburg.
Am Rheinuferweg wurden wir aufgefordert zusammen mit Graf Hans selbst schauspielerisch aktiv zu werden. So wurde die gesamte Stadt zur Bühne, zum Vergnügen unserer Teilnehmer.
Zum Abschluss wurden wir mit speziell kreierten Salmhäppchen und Weisswein kulinarisch verwöhnt. Es war ein interessanter und vergnüglicher Morgen!
Nun ging's zum wohlverdienten Mittagessen im Restaurant Adler, welches wir bei sommerlichen Temperaturen mitten auf dem Marktplatz einnehmen dürften.
Bereits am Morgen haben wir schon erfahren, dass am Nachmittag eine Schifffahrt angesagt war. Wir stiegen in das an der Schiffslände für uns bereitstehende Schiff, das uns Rheinaufwärts zur St. Margarethen-Kapelle in Rheinsulz brachte, wo uns einiges über das Sulztal erzählt wurde. Weiter ging es nach diesem Zwischenhalt auf dem Rhein Richtung Etzgen. Auf dieser Strecke hat unsere Dirigentin Swetlana das Ruder übernommen und dabei die ganze Rheinbreite dazu gebraucht. Nach einem kurzen Ausstieg zur Bruder-Klaus-Kapelle in Etzgen durften wir von Mario Perlini aus Etzgen viele interessante Informationen über die Entstehungsgeschichte erfahren.
Nun, es ist inzwischen schon spät am Nachmittag geworden, haben wir die Rückfahrt mit unserem Schiff nach Laufenburg aufgenommen. Am Steg angelangt wurden wir zu einem kleinen Umtrunk, gespendet von Karin, eingeladen. So ist es inzwischen Zeit für die Rückfahrt nach Turgi geworden und wir sind mit Postauto und Bahn mit all diesen schönen Eindrücken wieder am Ausgangsort angelangt. Ich glaube im Namen aller Teilnehmer sagen zu dürfen, dass es ein schöner, interessanter Tag war. (ar)