Leserbeitrag

CEVI Suhr nahm den Kampf gegen die Neophyten auf

Aktion 72 Stunden

Marcel Siegrist
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Am Donnerstagabend fuhren wir mit der Jungscharabteilung an die offizielle kantonale Eröffnung von Aktion 72h nach Brugg, um unseren Auftrag entgegenzunehmen und ein Autogramm von Peach Weber zu ergattern. Die Aufgabe für die 72 Stunden lautete, im Suhrer Wald invasive Neophyten aufzuspüren, ein Flächenstück davon befreien und in der Bevölkerung eine kleine Infokampagne dazu starten.
Zurück zu Hause machten wir uns erstmals im Internet schlau. Was waren invasive Neophyten? Wir erfuhren, dass dies Pflanzen sind, die von Übersee hierhin kamen und nun die einheimischen Pflanzen in den Wäldern verdrängen, was zum Rückgang der Artenvielfalt beiträgt.
Ein geeignetes Feld zum Roden war mitten im Waldstück Oberholz in Suhr schnell gefunden. Dort wuchsen aber nicht nur zu den Neophyten gehörende Goldruten und das Springkraut, sondern auch viele Brennnesseln und Brombeeren. Zuerst sammelten wir also im Dorf Gartenhandschuhe, um unsere Hände zu schützen. Die Früchte des Springkrauts „explodierten" bei kleinsten Berührungen und verstreuten so die Samen, was wir möglichst verhindern wollten.
Der Rest der Abteilung kümmerte sich um Flyer, die Plakate für die Infoausstellung, die am Sonntag geplant war und startete mehrere Hilferufe per Handy und die Internetseite der Aktion 72h. Um Essen zu verdienen gestalteten die Kinder aus den schönen Neophyten kleine Blumensträusse, die wir im Dorf gegen Essen eintauschten. Somit waren die jeweils 20-30 Mäuler gestopft und fit genug, um weiterzuarbeiten.
Der Höhepunkt der ganzen Aktion war die Infoausstellung mit den selber gestalteten Plakaten über die verschiedenen Neophyten. Wir konnten so unsere Arbeit der Bevölkerung von Suhr präsentieren und die vergangenen 72 Stunden noch einmal Revue passieren lassen. Die Zeit verging wie im Flug und aus diesem Grund liessen wir nach dem Schlusscountdown symbolisch 72 Brieftauben fliegen.
Hannah Wey, Monika Stuker