Leserbeitrag

Das täglich Leben heute in Frenkendorf am 19. April 2020

Dieter Wundrak-Gunst
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9 Bilder
undefined Was das Wetter angeht, niemand darf reklamieren. Ausser, richtig geraten, die Landwirtschaft, es regnet bei uns nicht.
undefined Einfach die Natur pur bei uns.
undefined Hier einfach der Blick von unserem Fenster auf das Dorf Frenkendorf
undefined Auch das kann passieren, dass die Solaranlage geflickt werden muss.
undefined Auch dies muss man erwähnen. Das Waldsterben schrecklich dieses Jahr.
undefined Der Blick in Richtung Liestal.
undefined Der Bienenberg, auch dort gingen wir hie und da zum Essen. Jetzt ist das Militär dort oben. Keine Ahnung warum?
undefined Die Natur, hier kann man nur sagen, wunderschön. Eben, wenn nicht diese schreckliche Krankheit es gäbe.

Das täglich Leben heute in Frenkendorf am 19. April 2020

Wir haben Sonntag, dies wäre der 19. April 2020. Das Wetter ist Super, also hier keine Reklamation. Dann der Blick auf die Wege in unserem Quartier. Viele sind unterwegs, oft auch einige mit Hündchen. Doch man darf sagen, dass alles im erlaubten Rahmen ist. Wir als Familie, Frau und Mann, tun es oft auch. Entweder geht man rund um den Bienenberg oder auch auf Wegen vom Dorf zum Hof Adler. Auch das kann sein, dass man via Pratteln auf Wegen nach Frenkendorf wieder zu seinem Quartier zurück kehrt. Man sagt bei uns in Frenkendorf, dass es das Rüttimatt Quartier ist. Zum Banne Liestal, wo wir wohnen, einfach gemacht in 5 Minuten. Von dort dann im Banne Liestal zum Schillingsrain. Auch das kann passieren, dass man beim Landwirt Rupp einkaufen geht. Einfach in einem Laden von einem Bauernhof. Natürlich liest man die Zeitung, bei uns sind es zwei Zeitungen, die Basellandschaftliche Zeitung und die Oberbaselbieter Zeitung. In der OBZ, so heisst die Abkürzung, darf ich auch Berichte bringen, die Bilder dann immer von der Frau. Und viele in unserer Region bestaunen es. Oft kommt auch ein Lob auf der Strasse. Den Seniorenverein wie auch den Verkehrs- und Verschönerungsverein habe ich noch nicht erwähnt. Alles abgesagt, egal, ob ein Ausflug oder eine Generalversammlung. Und wie ist der Tagesablauf weiter hin. Die Frau geht morgens im Volg einkaufen. Nur 5 Leute dürfen maximal im Laden sein. Der Volg ist bei uns im Dorfkern, in 5 Minuten vom Haus sind wir beim Volg. Also lösbar. Bezahlen tut man jetzt nicht mehr bar, nein mit der Mastercard. Ja, was taten wir vor der Krankheit weiterhin auch noch, wir gingen einmal in der Woche zum Essen im Wilden Mann. Wir sassen dann nicht am Tisch allein, nein auch 2 weitere Bekannte taten es. Man hatte dann die Möglichkeit über dieses und jenes auch zu diskutieren. Und so waren wir auch einmal in der Woche am Mittagstisch von der Evangelisch Reformierten Kirche. So 30 Leute waren anwesend. Jetzt auch hier tote Hose. Und für die Gesundheit tat man auch einiges, einfach einmal im Monat, immer ist dies dann auch ein Montag gewesen, also eine Wanderung unter dem Patronat Wandergruppe Evangelisch Reformierte Kirche. Auch hier, alles verboten. Doch zu Ostern diese Geste von den Leuten vom Mittagstisch, Küchenpersonal, sei doch erwähnt. Im Briefkasten 2 Ostereier und auch Schokolade. Dann auch das Bedauern, dass man nicht mehr gemeinsam zu Tische sitzt. Wir haben auch noch einen Sohn mit der Familie in Adliswil, Kanton Zürich. Kein Problem, mit Skype sieht man sich Face to Face. Warum diese Offenheit von mir? Ganz einfach, weil es ja sein könnte, dass wegen meinem Bericht andere dann auch auf die Idee kämen, das könnte man ja auch so machen. Einfach irgendwie aktiv sein und nicht einsam.