Leserbeitrag

Erwachsenenbildung für Feuerwehroffiziere

Obligatorischer Weiterbildungskurs für Feuerwehroffiziere aus den Bezirken Lenzburg und Kulm in Rupperswil

Fritz Thut
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Der Auftakt zum diesjährigen obligatorischen Weiterbildungskurs für Feuerwehroffiziere des Kreises II (Bezirke Lenzburg und Kulm) fand am Samstag in Rupperswil statt. Die Feuerwehr Rupperswil-Auenstein als ausführende Organisation war gefordert. Mussten Sie doch für die 71 Teilnehmenden und die 11 Instruktoren eine perfekte Infrastruktur bereitstellen. Dies beinhaltete sowohl das Einrichten der Posten aber vor allem auch die Sicherstellung der Verpflegung. Die fleissigen Helferinnen und Helfer konnten die Kursteilnehmer bestens betreuen.

Früher als üblich traten die Teilnehmenden unter der Leitung von Instruktor Michael Weber, Boswil, den Kurs an. Der erste Auftrag, „Turmbau zu Rupperswil" war eine neue Art der Kurseröffnung. Die 9 Klassen erstellten mit dem bereitgestellten Papier und Klebeband innerhalb von wenigen Minuten einen Turm. Dem höchsten, der mindestens 20 Sekunden standhielt, winkte der Sieg.
Im weiteren Verlauf machten die Kursteilnehmer Bekanntschaft mit den 11 Grundsätzen der Erwachsenenbildung. Dazu gehörten auch die so genannten „Lernwiderstände" mit der Analyse zu deren Hintergründen.

Als Grundsatz dieses Kurses, nämlich neue Arten der Ausbildungsmethodik zu erlernen, wurde an weiteren Posten Rechnung getragen. Das genaue Anstellen von Schiebeleitern, wie auch spielerische Elemente in die Übungsgestaltung mit einzubeziehen gipfelte mit dem Posten der Visualisierung von Ereignissen. Dort konnte der Fantasie freien Lauf gelassen werden und das Gelächter in den Gruppen schien kein Ende zu haben.

Eine saubere und korrekte Zielformulierung, mit 4 richtigen Bestandteilen, schien vorerst einfach zu sein. Doch die praktische Übung zeigte deutlich auf, dass die genaue Formulierung von Zielen gar nicht so einfach ist und so manchen zum Schwitzen brachte....

Einen wohl nachhaltigen Auftrag erhielten die Teilnehmenden, indem sie die Gefahren im Einsatz und in den Feuerwehrübungen aufzeigen mussten. Gefahren lauern überall und so ist die Minimierung von Unfällen eine wichtige Aufgabe der Offiziere.

Den grössten Unterhaltungswert enthielt die Tagesauswertung. Diese wurde für einmal von den Kursteilnehmenden selber vorgenommen. Das Los entschied, wie die Auswertung zu übermitteln war. Nebst einem improvisierten Theater, einem Stammtischgespräch oder einer politischen Diskussion glänzte diejenige Gruppe, welche das Tagesgeschehen in einem Lied wiedergeben durfte. Mit klaren und schönen Stimmen wurde das berühmte Feuerwehrlied „Mer send vo de Führwehr" mit Text vom Tag versehen und zu besten gegeben. Der tosende Applaus war ihnen sicher und damit neigte sich der Kurs zu Ende.

Für einmal lancierte die Abteilung Feuerwehrwesen der Aargauischen Gebäudeversicherung (AGV) eine andere Art des Weiterbildungskurses der Feuerwehren.

Robert Kunz, FW Rupperswil-Auenstein