Leserbeitrag

Fraktionsbericht der Fraktion EVP/Forum 5430 zur Einwohnerratsitzung vom 5. September 2019

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Das überarbeitete Friedhofreglement wird von der Fraktion gutgeheissen und die Überarbeitung verdankt. Die Flexibilisierung der Bestattungszeiten entspricht den heutigen Lebensumständen und wird dem Bedürfnis der Gesellschaft gerecht.

Unsere Fraktion begrüsst das dezentrale Angebot zur Integrationsförderung als Vernetzungsdrehscheibe und als erstkontaktliche Beratungs- und Informationsstelle. Die Aufgabe soll nicht darin bestehen, die Kunden vertieft zu betreuen, sondern sie an diese auf in einer Vielzahl bereits bestehenden Stellen aufmerksam zu machen und mit erfahrenen Personen zu vernetzen.

Die überarbeitete Schulraumplanung zeigt erneut auf, wie komplex und von wie vielen Faktoren beeinflusst das Thema ist. Die Fraktion nimmt zur Kenntnis, dass der dringliche Handlungsbedarf bei der Bezirksschule grossteils aus von der Gemeinde nicht beeinflussbaren Parametern resultiert, wie beispielsweise der Einführung des neuen Aargauer Lehrplanes. Wir sind gespannt auf die zu erwartenden Budgetanträge und gehen davon aus, dass nochmals grössere Investitionen auf Wettingen zukommen. Dabei sollen auch die Nachbargemeinden Neuenhof und Würenlos in die Pflicht genommen werden, sich an den Investitionen, welche auch ihren Schülerinnen und Schülern zu Gute kommen, zu beteiligen, beispielsweise via Schulgebühren.

Die Fraktion begrüsst die Entgegennahme des Postulates betreffend Ausrufung des Klimanotstandes, auch wenn ein grosses Stück Symbolpolitik dabei ist. Es ist hoffentlich ein erster Schritt zur Initiierung von sinnvollen Massnahmen, denn es wird schon zu lange übers Thema gesprochen ohne, dass dadurch Wesentliches passiert ist.

In den Begründungen der abgelehnten Postulate wird unter Anderem wiederholt, was bereits zuvor beschrieben wurde. Unsere Fraktion erachtet die momentane Subventionspraxis bei den Tagesstrukturen als gerechtfertigt. Wir dürfen den guten Steuerzahlern ruhig Sorge tragen! Auch sie sollen auch einmal vom Angebot der Gemeinde profitieren können. Nur wenn alle Kinder an den Tagesstrukturen teilnehmen, funktioniert die soziale Durchmischung.

Die Bevölkerung möchte über Projekte wie das Tägi, die Rathausuhr oder die Homepage Bescheid wissen. Unsere Fraktion wünscht sich eine offenere und proaktivere Informationspolitik des Gemeinderates. Oft würde eine kurze Medienmitteilung genügen. Vermutlich bräuchte es dann weniger Interpellationen wie diejenige betreffend Tägi-Zusatzkredit.

WF