Leserbeitrag
Fraktionsbericht der Grünen Baden zur Einwohnerratssitzung vom 13.11.2012

Margreth Stammbach
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Denkmalpflege verhindert zweimal bessere Lösungen

Die Grünen Baden stimmen dem Projektierungs- und Baukredit zum Umbau und Erweiterung des Kurtheaters zu und nehmen vom Stand der Planung, dem Kostenteiler und der Projektorganisation Kenntnis. Die Grünen befürworten, dass nun sowohl die kantonale Denkmalpflege, die Theaterstiftung als auch der Stadtrat eine gemeinsame Kompromisslösung gefunden haben. . Wir begrüssen die wärmetechnisch und denkmalpflegerisch mögliche Sanierung der Aussenhülle und die Anpassung an moderne Technik, Anforderungen und Bedürfnis eines zeitgemässen Theaterbetriebes mit regionaler Bedeutung.

Die Grünen Baden stimmen sowohl dem Wettbewerbs- als auch dem Planungskredit zur Sanierung und Erweiterung der Schulanlage Burghalde zu. Die Grünen Baden erachten die Schaffung eines Oberstufenzentrums in der Burghalde aus planerischer, pädagogischer und auch aus regionalpolitscher Sicht als richtig. Da die Zeit drängt, finden wir die Verknüpfung von Wettbewerbs- und Planungskredit sinnvoll. Beim Wettbewerb sind den Grünen Kriterien für eine ökologische Bauweise wichtig. Die Finanzierung des Vorhabens durch Schulgelder ist pragmatisch, Baden trägt aber dadurch das ganze finanzielle Risiko. Nicht glücklich sind die Grünen mit den Auflagen des Denkmalschutzes, wonach der ehemalige Garten der Villa Burghalde im Zentrum nicht überbaut werden kann. Wir hoffen jedoch, dass trotz der erforderlichen Grösse und dieser Rahmenbedingungen ein Projekt mit überzeugender Qualität entstehen wird.

Nicht zufrieden sind wir mit der Antwort des Stadtrates zur Anfrage Martin Groves betreffend Verkehrsaufkommen Baldegg: Auch das neue Verkehrsregime auf der Allmendstrasse ist unbefriedigend (Velospuren mit Kernfahrbahn, kein Tempo 30). Zudem überzeugt uns die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes Baldegg nicht. Um das Verkehrsaufkommen an schönen Tagen zu regulieren, genügt ein Busverkehr im Viertel-Stunden-Takt nicht. Hier müssten weitere Massnahmen wie kostenpflichtige Parkplätze überprüft werden, um zu echtem Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr zu motivieren.

Den Bericht zur Überweisung und Abschreibung des Postulats von Barbara Bircher zur Errichtung eines Verkehrsgartens können wir nachvollziehen. Wir teilen jedoch die Einschätzung der Postulantin, dass es für Kinder im heutigen Strassenverkehr zu gefährlich zum Üben ist, was durch geeignete Massnahmen (z.B. Begegnungszonen, Tempo 30) entschärft werden sollte.

Margreth Stammbach

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