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Gemischter Chor Remetschwil singt im Reg. Alterszentrum

Marcel Siegrist
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Mit grosser Spannung erwarteten Bewohnerinnen, Bewohner und Gäste am Dienstag, 22. Mai 2012 nach dem Nachtessen die Sängerschaft Gemischter Chor Remetschwil. In Wirklichkeit kommen aber die meisten SängerInnen aus der näheren und weiteren Umgebung von Remetschwil. Die Gründung des Chores geht auf das Jahr 1939 zurück. Heute gehören dem Verein gegen 30 Frauen und 8 Männer an. Wenn sich auch da und dort die grauen Haare etwas zeigen; ihre Stimmen sind umso frischer. Der Chor ist auch Mitglied vom Sängerbund Hasenberg. Dieser umfasst heute elf Männerchöre und zwei gemischte Chöre. Früher organisierte der Verband die grossen Gesangsfeste. Heute treffen sich diese SängerInnen in einer etwas lockerern Form. So findet z.B. am 2. Juni 2012 ein Sängertreffen in Spreitenbach statt.

Der Gemischte Chor Remetschwil ist aber auch um ihre Dirigentin, Frau Monika Mayer zu beneiden. Sobald Frau Mayer das Zeichen zum singen gibt und dazu noch das E-Piano zum tönen bringt, stimmt der gesamte Chor voll mit ein. Sogar die Bewohner hier singen mit, soweit es die Kräfte irgendwie ermöglichten.

So wurde die Cafeteria im Alterszentrum zu einem eigentlichen Konzertsaal. Die sorgfältig ausgesuchten Lieder zeigten die hohe Klasse des gemischten Chores. Nach einer guten Singstunde machten sich doch da und dort etwas Ermüdungen bemerkbar. Darum kam das tiefsinnige Schlusslied, etwas besser gesagt, das Abendgebet gerade zur rechten Zeit:

1. Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein

prangen am Himmel hell und klar. Der Wald steht

schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der

weisse Nebel wunderbar.

2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmerung

Hülle so traulich und so hold, als eine stille Kammer, wo

ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt.

3 Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu

sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl man-

che Sachen, die wir getrost belachen, weil unsere Augen sie nicht sehn.

4 Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns

nehmen durch einen sanften Tod; und wenn du uns ge-

nommen, lass uns in Himmel kommen, du unser Herr

und unser Gott

5 So legt euch denn ihr Brüder, in Gottes Namen nieder,

kalt ist der Abendhauch. Verschon uns Gott, mit

Strafen und lass uns ruhig schlafen und unsern kranken Nachbar auch.