Leserbeitrag

Generalversammlung der FDP Rupperswil

Marcel Siegrist
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Die diesjährige Generalversammlung der FDP Rupperswil war geprägt von einer engagierten Diskussion über den Antrag des Gemeinderates an die Gemeindeversammlung vom 8.Juni, der Kreisschulverband Lotten sei aufzulösen.

Die ausführliche Begründung des Gemeinderates im Vorlagenbüchlein zur Gemeindeversammlung konnte die Mehrheit der Anwesenden nicht überzeugen. Eingehendes Studium der Fakten hat gezeigt, dass es finanziell bessere Möglichkeiten gibt als die Auflösung der gut funktionierenden Kreisschule. Ausserdem bringt die Auslagerung der Oberstufenschüler keinen pädagogischen Mehrwert. Die vielbemühte Durchlässigkeit und das Wahlfachangebot sind in der Kreisschule schon heute vollständig gewährleistet. Eine so grosse und aufstrebende Gemeinde sollte auf den Standortvorteil einer eigenen Schule keinesfalls verzichten, zumal die in der Metronstudie vorgesehenen Neubauten niemals in diesem Ausmass nötig wären, weil viele Nebenräumlichkeiten (Turnhallen, Werkräume, Hauswirtschaft) schon vorhanden sind. Die Leistungen, die die Gemeinde Rupperswil bei einer Auslagerung an Möriken-Wildegg zu erbringen hätte, könnten in der eigenen Gemeinde viel besser angelegt werden. Zum Preis von 6 Mio. Franken Sockelbeitrag und einem unbeeinflussbaren Schulgeld gäben wir jegliche Mitbestimmung preis. Das wollen die Freisinnigen nicht.

Die FDP Rupperswil will den Status quo vorerst beibehalten. Damit ist die Möglichkeit gegeben, in Zusammenarbeit mit allen zuständigen Instanzen eine optimale Lösung zu finden, nach Möglichkeit mit einem Hauptstandort Rupperswil. Wie diese Lösung aussehen wird, hängt davon ab, welche der drei Gemeinden an einer künftigen Kreisschule mitmachen würden.

In der Schlussabstimmung sprach sich eine deutliche Mehrheit der Anwesenden für die Erhaltung der Kreisschule Lotten und gegen den gemeinderätlichen Antrag aus.

Die übrigen Gemeindetraktanden gaben zu keinen Diskussionen Anlass.

Nach dem Rücktritt des Präsidenten Stefan Farner im vergangenen Herbst und dem Austritt von Urs Vock aus dem Vorstand wählte die Versammlung neu Esther Vognstrup-Sandmeier und Michael Vock in den Vorstand. Gemeinderätin Claudia Klein-Kübler nimmt künftig nicht nur als Gemeinderätin, sondern auch als stimmberechtigtes Vorstandsmitglied an den Sitzungen teil. Luigi Scura ist der neue Präsident.

Urs Vock wurde mit herzlichen Worten und warmem Dank aus dem Vorstand verabschiedet. (uvo)