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Genossenschafts- und InformationsversammlungLEBENSuhr

Marcel Siegrist
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Teilnehmer
Präsident
Veranstaltung
Michael Schwyter
Modell

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Wir alle werden älter. Das Metronom des Schauspielers Michael Schwytter tickt. Er zeigte den ca. hundert Personen welche an der Veranstaltung teilnahmen, Genossenschafterinnen und Genossenschafter, sowie Interessierten und ins Projekt Lebensuhr einzubeziehende Nachbarn die Stationen unseres Lebens. Der Aufbau unseres Beziehungsnetzes vom Elternhaus, Berufsleben, Pensionierung durch Wegzug oder Wegsterben der gewohnten Beziehungspersonen in die Einsamkeit des höheren Alters ist nicht wegzuleugnende Tatsache. Oder wir bleiben offen, suchen neue Begegnungen, bauen neue Beziehungsnetze im Alter. Dazu bietet das Projekt Lebensuhr eine hervorragende Gelegenheit.

Auf dem zukünftigen Bauareal, im Gebiet Zopf, neben dem Abenteuerspielplatz im Zelt sassen die Genossenschafterinnen, Genossenschafter und Interessierten. Sie lauschten den spannenden Erläuterungen des Präsidenten René Weber. Der Zeitplan sieht nach Gestaltungsplan, Baugesuch einen Baubeginn anfangs 2014 und einen Wohnbezug anfangs 2015 vor. Marco Genoni, Gemeinderat Finanzen versicherte der Versammlung die volle Unterstützung des Gemeinderates.

Christian Zimmermann, dipl. Arch. ETH, Organisator des Architekturwettbewerbs, Mitglied der Lebensuhrbaukommission zeigte die Einmaligkeit des Projektes. Hochmotivierte, sehr erfahrene Architekten Fugazza Steinmann aus Wettingen sitzen mit einer, breit interdisziplinären Fachexperten gespickten Konzeptgruppe in mehreren Workshops zusammen. Sie entwickeln das aus dem anonymen Wettbewerb als Siegerprojekt hervorgegangene Spitzenprojekt weiter auf die vielfältigen Bedürfnisse von 50+ Leuten einfühlsam eingehend. Es entsteht eine Architektur mit liebevollen, individuellen Wohnungen. Einzelne, die sich gegen den Innenraum wie zu einer tageslichtdurchfluteten Piazza öffnen und andere die sich in hoher Privatheit verschliessen. Für die insgesamt 30 Eigentums- 30 Mietwohnungen soll Mehrwert geschaffen werden durch entsprechende kommunikative Architektur als Kernleistung. Leistungen wie Unterstützung durch die auf der Anlage teilzeitanwesende Netzwerkperson für alle Fragen rund um Wohnen, Alter, Hilfe bei Organisation und Bespielen des gemütlichen, zentralen Gemeinschaftsraums sind vorhanden. Ein Hauswart mit Hilfsbereitschaft zu kleinen Handreichungen ist vorgesehen. Ein Konzept mit 24 Stunden Pikettdienst und Leistungen wie Mahlzeitendienst, Wäscheservice etc. sind in Arbeit. Zusätzlich ist die Absicht diese Leistungen den Nachbarn des Lebensuhrbauprojektes ebenfalls zur Verfügung zu stellen und damit auch ihre Wohnsituation bis ins hohe Alter zu verbessern. Ihre Wohnlagen werden dadurch noch gewinnen.

Ziel: die Bewohner sollen möglichst lange selbstbestimmt, souverän in ihren eigenen Wänden leben können. Christian Zimmermann bestätigt, dass dieses Projekt in unserer Umgebung einmalig ist. Damit möchte die Genossenschaft Lebensuhr, die weitgehend freiwillig, unentgeltlich arbeitet, der Suhrer Bevölkerung ein gemeinnütziges Vorzeigeprojekt zur Verfügung stellen das möglichst zur Nachahmung verführen soll.

Zur Realisierung sind wir aber zu den aktuell 68 Genossenschafterinnen und Genossenschafter auf weitere Mitglieder angewiesen.

Der nächste Genossenschafts- und Informationsanlass findet am Di. 20.11.12 statt und wird Sie unter anderem darüber orientieren, warum die Genossenschaft Lebensuhr auch für Sie finanziell hoch interessant sein kann.

Kontakte: Lebensuhr, Geschäftsstelle Netzwerk 50+, Kristina Terbrüggen

Tel 062 855 56 13 kristina.terbrüggen@suhr.ch

Genossenschaft Lebensuhr, Präsident, René Wabo Weber

Tel 079 330 58 09 waboweber@bluewin.ch