Leserbeitrag

Gottesdienst zur Erlebniswoche

Unterwegs mit Mose, Abschluss der Erlebniswoche im Familiengottesdienst, Kirche Seengen

Marcel Siegrist
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Pfarrerin Susanne Meier-Bopp durfte eine grosse Gemeinde zum Gottesdienst zur Erlebniswoche zum Thema „Sklaverei und Auszug aus Aegypten" begrüssen. Die Kirche war verwandelt in eine Erlebnisbühne: Auf der einen Seite ein herrlicher Pharaonenthron, auf der anderen Seite eine einfache Hütte mit Kochtopf und Bildern von Leuten aus dem Volke Israels.
Zu Beginn sang der grosse Kinderchor, begleitet von einigen Kindern an Perkussionsinstrumenten, das Lied: „Mer ghöre alli zäme, e Chetti wämmer si, es jedes esch es Ringli, s'hänkt eis im andre i. Häb fescht, häb fescht, mer lönd öis ned lo go ond wenn es Ringli schwach esch, muess s'andre feschter ha." Dieses Lied vermittelte bestens den Gedanken der Gemeinschaft, der Zusammengehörigkeit und der Freude, der während der ganzen Erlebniswoche das Zusammensein geprägt hatte.
Gleich nach dem Lied bezogen die Theater-Kinder ihre Plätze. Frau Pfarrerin Meier-Bopp führte erzählerisch durch die Mose-Geschichte und die Kinder stellten die Kernszenen eindrücklich dar. Zu Beginn der Befehl des Pharao zur Sklavenarbeit: Unter Bewachung von mit Peitschen versehenen Aufsehern verrichten die Israeliten Bauarbeiten. Trotzdem vermehrt sich das Volk der Israeliten, so dass der Pharao den Befehl erteilt, alle neugeborenen Knaben zu töten. Mit List umgehen die Israeliten diesen Befehl, ein Knabe wird im Körbchen im Schilf am Nilufer ausgesetzt und dort von der Tochter des Pharao gefunden und in den Palast gebracht. Er wird Mose genannt. Zum jungen Mann herangewachsen erkennt Mose die Leiden der Sklavenarbeiter und erkennt auch seine eigenen Wurzeln. Gott spricht zu ihm aus einem brennenden Dornbusch, bestimmt ihn zum Anführer der Unterdrückten. Als Bittsteller tritt er vor den Pharao: „lass mis Volk la goh". Doch der Pharao hat kein Einsehen. Viel Unglück muss über sein Land kommen in Form von Heuschrecken- und Mückenplage - sehr realistisch dargestellt von Kindern, die selbstgebastelte Heuschrecken, Insekten und Frösche durch die Kirche trugen - bis er einwilligt. Unter Führung von Mose zieht das Volk der Israeliten weg, doch der Pharao überlegt es sich anders und schickt ihnen seine Soldaten mit den Streitwagen hinterher. Am grossen Schilfmeer kommt der Sturm auf - wiederum eindrücklich untermalt von den Musik-Kindern mit ihren Instrumenten - das Meer teilt sich, die Israeliten schlüpften durch und gelangen in die Freiheit. Die aegyptischen Soldaten ertrinken in den zurückkommenden Wasserfluten.
Mit dem Lied: „Mirjam, Mirjam schlug auf die Pauke, Mirjam tanzte vor ihnen her, alle, alle fingen zu tanzen an, tanzend zogen sie durchs Meer" schloss diese gelungene szenische Darstellung.
Eine immense Arbeit wurde geleistet von einer grossen Anzahl von Leitern und Helfern beim Herstellen der Kulissen, der Bilder, der Kleider, beim Einüben der Lieder, der Texte und der musikalischen Untermalung. Und alles hat reibungslos geklappt. Die Kinder haben einzelne Szenen auch plastisch aufgearbeitet mit Tonfiguren. Diese Arbeiten sind in der Kirche noch eine Weile zu bestaunen. Frau Pfarrerin Meier-Bopp bedankt sich herzlich bei den Kindern und dem ganzen Helfer-Team und lädt alle Anwesenden ein, bei Wurst und Brot noch etwas zusammen zu bleiben. (eb)