Leserbeitrag
Grüne Wohlen: Wildblumenmarkt neu im Isler-Park

Marcel Siegrist
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Knapp 20 Mitglieder folgten der Einladung zur Jahresversammlung der Grünen Wohlen in die Kulturbeiz. Präsidentin Marianne Keusch erinnerte in ihrem Jahresrückblick an die zahlreichen Aktivitäten im zurückliegenden Parteijahr, so beispielsweise an den beliebten Wildblumenmarkt im April oder an die Lesung von Nationalrat Balthasar Glättli und Thomas Hämmerli im Vorfeld der Ecopop-Abstimmung vom September im Sternensaal. Dass die Grünen Wohlen in der Bezirkspartei eine gewichtige Stimme haben, unterstreiche die Wahl von Marianne Siegrist Schrott und Grossrätin Monika Küng als deren Co-Präsidium.

Thomas Burkard, der zusammen mit Anna Keller und Magdalena Küng die Grünen Wohlen im Einwohnerrat repräsentiert, liess die politischen Schwerpunktthemen im lokalpolitischen Aufgabenheft kurz Revue passieren. „Wohlen steht vor einer ganzen Reihe an grossen Infrastrukturaufgaben. Schule, Schwimmbad, Eisbahn, Investorenausschreibung Isler-Areal, Entwicklung Bahnhofgebiet, Kauf Fisher Scientific-Areal und Verlegung der Entsorgungsstelle, Unterhalt der Gemeinde eigenen Liegenschaften – das alles kostet Geld, nur sind leider die finanzpolitische Themen im Einwohnerrat kaum mehr vernünftig und sachlich diskutierbar!“ Für die Grünen Wohlen, so Burkard weiter, sei es leider klar: ohne moderate Steuererhöhung sind diese Herausforderungen finanziell nicht zu stemmen, unabhängig von der unausweichlichen Erhöhung der Nettoverschuldung!

Gemeinderat hat Finanzplan erarbeitet
Grünen-Gemeinderat Urs Kuhn zeichnete auf, mit welchen Geschäften sich der Einwohnerrat allein im ersten Halbjahr 2015 zu befassen habe. „Dabei geht es um Investitionen von über 10 Millionen Franken.“ Um die mittelfristigen Auswirkungen der kommunalen Infrastrukturaufgaben aufzuzeigen, sei im Gemeinderat ein Finanzplan über die nächsten zehn Jahre erarbeitet worden. „Wir rechnen damit, dass der Steuerfuss in den nächsten Jahren in Schritten auf maximal 122 Prozent erhöht werden muss, bevor er dann wieder sukzessive gesenkt werden kann.“ „Die Grünen Wohlen sind über die Entwicklung des Steuerfusses im neuen Finanzplan nicht erstaunt, weisen sie doch schon seit Jahren darauf hin, dass die bisher praktizierte Steuerfusspolitik zu einem Investitionsstau führen wird, der die Gemeinde nun tatsächlich auch einholt. Einig ist man sich bei den Grünen Wohlen, dass die notwendigen neuen Schulräumlichkeiten nicht an einem vierten Standort realisiert, sondern im Schulzentrum Halden integriert werden sollen.

Wildblumenmarkt im Isler-Park
Nach der Genehmigung der positiven Jahresrechnung und der unveränderten Mitgliederbeiträge bekam der Vorstand die Kompetenz, das Rechnungsjahr auf das Kalenderjahr umzustellen. Der Wildblumenmarkt wird vom bisherigen Standort bei der NAB in den Isler-Park verlegt. Auch wenn er damit von der Passantenlage her etwas weniger zentral liegt, passt er vom Angebot her viel besser in die Parkanlage beim Strohmuseum. „Das Angebot an biologischen und handwerklichen Produkten soll am kommenden 2. Mai grösser sein als bisher“, so Marianne Keusch, „darum suchen wir noch weitere Anbieter, die zum Wildblumenmarkt passen!“

Bei den Wahlen stand einzig die Bestätigung von Marianne Keusch für zwei weitere Jahre als Präsidentin der Grünen Wohlen an – ein Geschäft, das einstimmig und mit grossem Applaus erledigt wurde.

Walter Minder